Wichtige Information:

Die gemeinnützige Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates sagt ab sofort alle ihre Veranstaltungen zunächst bis einschließlich 7. Juni 2020 ab.

Dies betrifft auch den Deutschen Orchesterwettbewerb und den Bundeswettbewerb Jugend musiziert.

Über Details und weitere Entwicklungen informieren wir zu gegebenen Zeitpunkten.
Musikpolitik

Was ist Musikpolitik?

Der Begriff Musikpolitik ist im Vergleich zur Kulturpolitik ein verhältnismäßig junger Begriff. Die Erkenntnis, dass Musik als grenzenlose Weltsprache geeignet ist, Geist, Körper und Seele des Menschen zu erreichen, ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst.

Zu allen Zeiten jedoch wurde und wird Musik auch genutzt, verwertet, instrumentalisiert und kann selbst Gegenstand von Gruppeninteressen werden. Die leidvolle Erfahrung mit totalitär regierten Staaten, die Musik und Propaganda politisch koppelten und Musik gezielt als Mittel zur politischen Indoktrination einsetzten, hat dazu beigetragen, dass dem Begriff "Musikpolitik" semantisch staatlicher Dirigismus anhaftet und er sich durch seine Geschichte negativ besetzt präsentiert.

Mit seiner strategischen Neuausrichtung im Jahr 2003 hat der DMR begonnen, Musikpolitik in einen neuen gesellschaftlichen Kontext zu stellen. In der Erkenntnis, dass Musikpolitik auch Gesellschaftspolitik ist und diese nur dann eine breite gesellschaftliche Akzeptanz finden kann, wenn sie sich nicht als die Verfolgung von Partikularinteressen definiert, hat der DMR als Dachverband des Musiklebens einen Paradigmenwechsel vollzogen.

Das Grundsatzprogramm „Musikpolitik in der Verantwortung", das von der Mitgliederversammlung verabschiedet wurde, widmet sich den Eckwerten der musikpolitischen Arbeit des Deutschen Musikrates (DMR). Nach den umfangreichen Beratungen in seinen Gremien bildet es den programmatischen Handlungsrahmen für die Arbeit des DMR.

Tagungen & Kongresse

Als Ideen- und Impulsgeber für die Musik in Deutschland greift der Deutsche Musikrat mit seinen Tagungen und Kongressen aktuelle musikpolitische Themen auf und entwickelt diese in engem Dialog zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft weiter. Neben der direkten Vernetzung mit den Kongressteilnehmenden und Multiplikatoren dienen Resolutionen und Erklärungen als perspektivische Berufungs- und Handlungsgrundlagen.

Die Tagungen und Kongresse des Deutschen Musikrates haben sich in den vergangenen Jahren im Schwerpunkt u.a. den Themen Kulturelle Vielfalt, soziale Situation von Musikerinnen und Musikern, Demografischer Wandel, Musikalische Bildung und Kirchenmusik gewidmet.

Die Ergebnisse wurden in Resolutionen gefasst und fanden Einzug in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Grundsatzpapier „Musikpolitik in der Verantwortung" des Deutschen Musikrates.

Initiativen & Kampagnen

Neben dem Dialog mit Vertretern aus Kultur, Politik und Wirtschaft sind die Initiativen und Kampagnen der Treibstoff der politischen Kommunikation des Deutschen Musikrates. Als zivilgesellschaftlicher Dachverband verfolgt er damit das Ziel, den Dialog zwischen Politik, Kultur, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zu befördern – für ein lebendiges Musikland Deutschland. Die Initiativen und Kampagnen des Deutschen Musikrates haben sich in den vergangenen Jahren im Schwerpunkt den folgenden Themen gewidmet:

  • Schutz und Förderung der Kulturellen Vielfalt
  • Qualität und Kontinuität in der Musikalischen Bildung
  • Wert der Kreativität