© Daniel Vogl
Musik und Gesundheit
Investition in Kultur ist Investition in Gesundheit
Aktives Musizieren sowie Erleben von Musik haben, belegt durch diverse Studien, positive Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit – ob präventiv oder in Form von Musiktherapie bei einer Akutbehandlung, ob in frühkindlichen Entwicklungsphasen, für Jugendliche, Erwachsene oder in Alter und Krankheit. Zugleich ermöglicht Musik psychisch oder körperlich Erkrankten und ihren Angehörigen Inklusion in die Gesellschaft, soziale wie kulturelle Teilhabe und kann auf diese Weise auch Einsamkeit verringern. Besonders deutlich kann dies am Beispiel von Menschen werden, die von Demenz betroffen sind.
Aktuelles
Online-Symposien „Mittwochs um 5“
Die nächsten Folgen der kostenlosen Veranstaltungen finden statt am
30. September 2026, 17:00-18:15 Uhr ꟾ Blickpunkt: Qualifizierung im Bereich Musik und Demenz
26. November 2026, 17:00-18:15 Uhr ꟾ Thema folgt
Vernetzungsforum zu Musik und Demenz am 20. November 2026 in Leipzig
Wir engagieren uns für:
eine ressortübergreifende Nationale Strategie für „Kultur und Gesundheit“ zusammen mit den Akteuren der Zivilgesellschaft analog etwa zum „Netzwerk Nationale Demenzstrategie“ oder der „Einsamkeitsstrategie“
den Aufbau von den deutschlandweit erforderlichen Strukturen für bedarfsgerechte musikbasierte Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen
die Umsetzung von Projekten des „social prescribing“ („Kultur auf Rezept“) nach Vorbild international bereits erprobter Konzepte, um psychisch und körperlich Erkrankten kulturelle und soziale Teilhabe zu ermöglichen
eine stärkere Verankerung von wissenschaftlicher Forschung zur Entwicklung, Wirkung und Kosteneffizienz von Musik- und Kulturangeboten sowie von musiktherapeutischer Behandlung im öffentlichem Gesundheitswesen
die Anerkennung von gesundheitsfördernden kulturellen Präventionsmaßnahmen analog zu Yoga- oder Sportkursen durch Krankenkassen
Patientensicherheit im Gesundheitswesen und Qualitätssicherung der therapeutischen Berufe, u.a. durch gesetzliche Regelungen für Musiktherapie und Künstlerische Therapien
Weitere Infos
In der 20-seitigen Publikation kann man mehr erfahren darüber, warum Musik ein Schlüssel für mehr Lebensqualität bei Demenz ist, und über die Ziele, Forderungen und Netzwerkarbeit der Bundesinitiative Musik & Demenz. Der Deutsche Musikrat gehört zum Trägerkreis der Initiative.
Die im Rahmen der Fachtagung Musik und Gesundheit 2024 erarbeitete und von der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats verabschiedete Resolution betont, dass aktives Musizieren und musikalische Teilhabe nachweislich die körperliche, psychische und soziale Gesundheit fördern können. Sie fordert daher eine stärkere politische und gesellschaftliche Verankerung von Musik als Gesundheitsressource – etwa durch Präventionsangebote, Musiktherapie, Forschung sowie eine gesundheitsorientierte Ausbildung von Musiker:innen und Pädagog:innen.
DMR Fachtagung „Musik und Gesundheit“ (2024)
© DMR/ Dominique Krentscher

In Kooperation mit der Charité Universitätsmedizin Berlin veranstaltete der Deutsche Musikrat am 18. Oktober 2024 in Berlin die Fachtagung „Musik und Gesundheit“. Im Rahmen von Impulsvorträgen, Praxisbeispielen, Podiumsgesprächen und Diskussionen standen dabei die Schwerpunkte Gesundheitsförderung durch Musik, Musiktherapie, Musikphysiologie und Musiker:innen-Gesundheit im Fokus

Musik und Demenz
Rund 1,8 Millionen Menschen sind derzeit bereits von Demenz betroffen – Tendenz steigend. Der Deutsche Musikrat setzt sich als Gründungsmitglied der Bundesinitiative Musik & Demenz (BIMuD) gemeinsam mit der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik, dem Bundesmusikverband Chor & Orchester sowie dem Landesmusikrat Hamburg dafür ein, Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen mehr kulturelle und soziale Teilhabe zu ermöglichen.
Ziel ist es, dass die vielfältigen Potenziale von Musik im Rahmen der Teilhabe, Behandlung, Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz deutlich stärker als bisher genutzt werden. Der Bedarf ist groß, wird durch das aktuell bestehende Angebot jedoch bei weitem nicht gedeckt. Musikalisch-künstlerische Angebote, musikgeragogische bzw. -pädagogische Aktivitäten sowie Musiktherapie in Einrichtungen der Altenhilfe ebenso wie im häuslichen Umfeld müssen erheblich ausgebaut und besser zugänglich gemacht werden.
Kontakt zum Thema Musik und Demenz
Dr. Anna Vogt
Referentin
E-Mail: generalsekretariat@musikrat.de