Kulturelle Vielfalt

Vielfalt als Motor musikalischer Innovation

Kulturelle Vielfalt ist die Grundlage eines lebendigen Musiklebens und einer offenen Gesellschaft. Deshalb setzt sich der Deutsche Musikrat für ihren Schutz und dauerhaften Erhalt ein. Orientierung bietet uns dabei die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005). In der Musik zeigt sich Kulturelle Vielfalt im Reichtum nationaler und internationaler Musikkulturen sowie in einem lebendigen Austausch zwischen unterschiedlichen musikalischen Traditionen. Sie umfasst sowohl interkulturelle Begegnungen als auch transkulturelle Entwicklungen, bei denen kulturelle Grenzen überschritten und neue gemeinsame Identitäten geschaffen werden.

Für uns ist Kulturelle Vielfalt ein unverzichtbarer Wert. Sie schafft Raum für musikalische Innovation, bereichert künstlerische Schaffensprozesse, eröffnet neue Perspektiven und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer demokratischen und offenen Gesellschaft.

Wir engagieren uns für:

die Anerkennung, Förderung und Wertschätzung der Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen im professionellen wie im Amateurbereich sowie für eine öffentliche Förderpraxis, die diese Vielfalt repräsentiert und durch divers besetzte Gremien sowie diskriminierungssensible Kriterien systemische Benachteiligungen abbaut

eine stärker vernetzte Aus-, Fort- und Weiterbildung im Musikbereich, die die Vielfalt der Musikkulturen als Chance nutzt, künstlerische, pädagogische und wissenschaftliche Exzellenz in ihrer Breite anerkennt, Curricula und Lehrpersonal weiterentwickelt sowie internationale Qualifikationen und vielfältige Forschungsperspektiven einbezieht, um ein zukunftsfähiges Musikleben zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken

die Förderung internationaler kultureller Mobilität und den Abbau von Hürden im globalen künstlerischen Austausch, indem Kulturpolitik Kulturelle Vielfalt und internationale Zusammenarbeit als zusammengehörig versteht und dafür geeignete Rahmenbedingungen schafft

Weitere Infos

Anlässlich des UNESCO-Welttags der Kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2026 wurde das Positionspapier veröffentlicht. Es wirddie Anerkennung und Förderung musikalischer Vielfalt in Deutschland sowie bessere Rahmenbedingungen für Bildung, Austausch und internationale Zusammenarbeit gefordert.

Zum Positionspapier

Im Fokus des Positionspapiers stehen der Schutz kultureller Vielfalt, faire Arbeitsbedingungen für Künstler sowie mehr kulturelle Bildung und internationale Zusammenarbeit.

Zum Positionspapier

Die Fair Culture Charta fordert faire Bezahlung, transparente Arbeitsbedingungen und mehr soziale Absicherung für Kulturschaffende. Sie setzt sich für Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und respektvolle Zusammenarbeit im Kulturbereich ein.

Zur Fair Culture Charta

Der Deutsche Musikrat und der Deutsche Kulturrat formulieren in ihren 15 Thesen zur kulturellen Integration zentrale Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Demokratie, Integration, Bildung, Vielfalt und Zusammenhalt. Im Jahr 2024 wurden die Thesen inhaltlich überarbeitet. 

Zu den 15 Thesen

Kulturelle Vielfalt als Immaterielles Kulturerbe

Seit der UNESCO-Konvention von 2005 werden Traditionen, Bräuche und künstlerische Ausdrucksformen als immaterielles Kulturerbe geschützt, um die kulturelle Identität zu bewahren und für kommende Generationen zu fördern.
Aktuelle Beispiele für das immaterielle Kulturerbe sind der Bau und das Spiel der Thüringer Waldzither (Foto), die Sächsischen Knabenchöre und die Berliner Technokultur. 

Fête de la Musique

Seit 2024 bündeln der Deutsche Musikrat und das bundesweite Fête de la Musique-Netzwerk ihre Kompetenzen, um die Fête de la Musique als bundesweiten Aktionstag am 21. Juni nachhaltig zu stärken. Das MusikZentrum Hannover koordiniert die Netzwerkarbeit auf Bundesebene. Die Fête de la Musique schafft einen offenen Raum für Kulturelle Vielfalt, indem sie Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen durch gemeinsames Musizieren und musikalische Begegnungen zusammenbringt.

Mehr Infos

Unsere Gremien zum Thema

Unsere Projekte zum Thema

Kontakt

Nina Seidel-Polter  
Referentin
E-Mail: generalsekretariat@musikrat.de

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

Unter derm Menüpunkt MEDIA finden Sie unsere Presseseite mit allen aktuellen Meldungen, unsere Presseseite mit den Pressekontakten und die Publikationen.

Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.