Musikpolitik

Kulturelle Vielfalt

Die Kulturelle Vielfalt bildet das Fundament des Kulturlandes Deutschland und ist damit von grundlegender Bedeutung für die musik- und gesellschaftspolitische Arbeit des Deutschen Musikrates. Mit der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen liegt seit 2005 ein Papier vor, das eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eine eigenständige Kulturpolitik schafft und mittlerweile von über 140 Staaten und Staatengemeinschaften unterzeichnet wurde. Das Übereinkommen schafft eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eine eigenständige Kulturpolitik. Der Deutsche Musikrat ist auch im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der Deutschen UNESCO-Kommission am Gestaltungsprozess dieser Konvention beteiligt. Er setzt sich darüber hinaus dafür ein, diese völkerrechtliche verbindliche Konvention von einer Berufungsgrundlage zu einem politisch und juristisch belastbaren Handlungsinstrument zu entwickeln.

Die UNESCO-Konvention deckt mit ihren drei Grundsäulen die wesentlichen Elemente unseres Kulturlebens ab: Den Schutz und die Förderung

  • des kulturellen Erbes,
  • der zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen (stilübergreifend und einschließlich der bekannten Jugendkulturen) und
  • der Kulturen anderer Länder in Deutschland.

Initiative kulturelle Integration

Die Initiative kulturelle Integration befasst sich mit der Frage, welchen Beitrag Kultur zur Integration leisten kann – zur Integration der Menschen, die nach Deutschland kommen, aber auch derjenigen, die bereits in Deutschland leben und diskutierte aktuelle Herausforderungen für die kulturelle Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch der Deutsche Musikrat beteiligt sich an diesem Austausch. Erarbeitet wurde von den Initiatoren ein Thesenpapier mit dem Titel „Zusammenhalt in Vielfalt“, das für die Initiative durch Generalsekretär Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates a.D., an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreicht wurde.

5. Berliner Appell

Der 5. Berliner Appell „Musik machen – Haltung zeigen. Für eine demokratische, weltoffene Gesellschaft und für Kulturelle Vielfalt" spannt in seinen drei Bereichen Appell, Forderungen und Notwendigkeiten bewusst einen breiten Themenfächer und ist damit Bezugspunkt für künftige Stellungnahmen des DMR zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Die Resolution ‚Jüdisches Leben schützen‘ ist die erste Konkretisierung der Kernbotschaften dieses Appells.