Trickster Orchestra © Stefan Stahnke
Kulturelle Vielfalt
Vielfalt als Motor musikalischer Innovation
Kulturelle Vielfalt ist die Grundlage eines lebendigen Musiklebens und einer offenen Gesellschaft. Deshalb setzt sich der Deutsche Musikrat für ihren Schutz und dauerhaften Erhalt ein. Orientierung bietet uns dabei die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005). In der Musik zeigt sich Kulturelle Vielfalt im Reichtum nationaler und internationaler Musikkulturen sowie in einem lebendigen Austausch zwischen unterschiedlichen musikalischen Traditionen. Sie umfasst sowohl interkulturelle Begegnungen als auch transkulturelle Entwicklungen, bei denen kulturelle Grenzen überschritten und neue gemeinsame Identitäten geschaffen werden.
Für uns ist Kulturelle Vielfalt ein unverzichtbarer Wert. Sie schafft Raum für musikalische Innovation, bereichert künstlerische Schaffensprozesse, eröffnet neue Perspektiven und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer demokratischen und offenen Gesellschaft.
Wir engagieren uns für:
die Anerkennung, Förderung und Wertschätzung der Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen im professionellen wie im Amateurbereich sowie für eine öffentliche Förderpraxis, die diese Vielfalt repräsentiert und durch divers besetzte Gremien sowie diskriminierungssensible Kriterien systemische Benachteiligungen abbaut
eine stärker vernetzte Aus-, Fort- und Weiterbildung im Musikbereich, die die Vielfalt der Musikkulturen als Chance nutzt, künstlerische, pädagogische und wissenschaftliche Exzellenz in ihrer Breite anerkennt, Curricula und Lehrpersonal weiterentwickelt sowie internationale Qualifikationen und vielfältige Forschungsperspektiven einbezieht, um ein zukunftsfähiges Musikleben zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken
die Förderung internationaler kultureller Mobilität und den Abbau von Hürden im globalen künstlerischen Austausch, indem Kulturpolitik Kulturelle Vielfalt und internationale Zusammenarbeit als zusammengehörig versteht und dafür geeignete Rahmenbedingungen schafft
Weitere Infos
Anlässlich des UNESCO-Welttags der Kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2026 wurde das Positionspapier veröffentlicht. Es wirddie Anerkennung und Förderung musikalischer Vielfalt in Deutschland sowie bessere Rahmenbedingungen für Bildung, Austausch und internationale Zusammenarbeit gefordert.
Im Fokus des Positionspapiers stehen der Schutz kultureller Vielfalt, faire Arbeitsbedingungen für Künstler sowie mehr kulturelle Bildung und internationale Zusammenarbeit.
Die „Fair Culture Charta“ fordert faire Bezahlung, transparente Arbeitsbedingungen und mehr soziale Absicherung für Kulturschaffende. Sie setzt sich für Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und respektvolle Zusammenarbeit im Kulturbereich ein.
Der Deutsche Musikrat und der Deutsche Kulturrat formulieren in ihren 15 Thesen zur kulturellen Integration zentrale Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Demokratie, Integration, Bildung, Vielfalt und Zusammenhalt. Im Jahr 2024 wurden die Thesen inhaltlich überarbeitet.
© S. Hauptmann

Kulturelle Vielfalt als Immaterielles Kulturerbe
Seit der UNESCO-Konvention von 2005 werden Traditionen, Bräuche und künstlerische Ausdrucksformen als immaterielles Kulturerbe geschützt, um die kulturelle Identität zu bewahren und für kommende Generationen zu fördern.
Aktuelle Beispiele für das immaterielle Kulturerbe sind der Bau und das Spiel der Thüringer Waldzither (Foto), die Sächsischen Knabenchöre und die Berliner Technokultur.
Fête de la Musique
© Christoph Mangler

Seit 2024 bündeln der Deutsche Musikrat und das bundesweite Fête de la Musique-Netzwerk ihre Kompetenzen, um die Fête de la Musique als bundesweiten Aktionstag am 21. Juni nachhaltig zu stärken. Das MusikZentrum Hannover koordiniert die Netzwerkarbeit auf Bundesebene. Die Fête de la Musique schafft einen offenen Raum für Kulturelle Vielfalt, indem sie Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen durch gemeinsames Musizieren und musikalische Begegnungen zusammenbringt.
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Kontakt
Nina Seidel-Polter
Referentin
E-Mail: generalsekretariat@musikrat.de