Das neu in der Porträt-Reihe Edition Zeitgenössische Musik von Podium Gegenwart | Deutscher Musikrat erschienene Album von Dariya Maminova berührt mit einer außergewöhnlichen Klangsprache. Mit feinem Gespür für Farben, Texturen und Übergänge erkundet Maminova fragile Zustände. Die in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk entstandenen Studioaufnahmen, u.a. mit dem Ensemble Musikfabrik, dem Ensemble BRuCH und dem Cologne Guitar Quartet bieten einen Einblick in die zarten Schattierungen ihrer Klangwelten. Das Album inklusive Booklet steht auf der Website von Podium Gegenwart zur Verfügung: Dariya Maminova
Dariya Maminova wurde in Sankt Petersburg geboren, studierte dort am Staatlichen Konservatorium sowie später Komposition an der Hochschule für Musik Detmold und der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Die Komponistin ist als Pianistin und Sängerin auf dem Porträt-Album zu hören und ihre künstlerische Arbeit als Malerin findet sich im Artwork des Booklets.
Bookletautorin Sophie Emilie Beha beschreibt die Stücke des Albums als „einen Versuch, ein anderes Musikgenre ganz selbstverständlich zu berühren, Pop, Jazz, Ritual, Installation. Stets geht es um fragile Zustände, um kleine, hochkonzentrierte Momente von Nähe. Immer wieder spielt Maminova dabei mit minimalsten Klangunterschieden, dem haarfeinen Unterschied zwischen einem Instrument und einem anderen, die sich mimetisch angleichen. Oft leise, manchmal scheu oder schwelgend.“
Einen besonderen Fokus legt Dariya Maminova in ihrem Schaffen auf Miniaturen, so etwa im Werk „Microstories about tenderness“. Hier begegnen sich E-Violine (Hannah Weirich) und Minimoog (Dariya Maminova) in neun sehr unterschiedlichen intimen Szenen. Gemeinsam mit dem Ensemble Musikfabrik ist die Komponistin in den größer besetzten Werken „I don‘t know whether the Earth is spinning or not…“ und „Silently the river silently“ zu hören. Die beiden Werke verstehen sich als Gegenstücke und gehen jeweils von Gedichten aus: Auf der einen Seite russische Futurismen von Velimir Chlebnikow, in der jede Silbe wie ein Stein und Sprechen als Impuls wirkt. Auf der anderen Seite fließend weicher, an Popmusik angelehnter Gesang zu Haikus von Paul Reps. Den Abschluss des Albums bildet „Fragility“, das Dariya Maminova mit ihrer Schwester Malika Maminova interpretiert. Klänge von Schlagzeug, Klavier und einer Vielzahl auf dem Schrottplatz gefundener Objekte wie Keramikfliesen oder Sägeblätter fügt die Komponistin wie ein Puzzle ineinander zu einem flüssigen Gesamtklang mit mikrotonal verschobenen Schattierungen.
Das Album ist abrufbar bei bandcamp:
https://editionzeitgenoessischemusik.bandcamp.com/album/dariya-maminova-microstories
und Spotify:
https://open.spotify.com/intl-de/album/7gxoaFvJLXlFkcOYpTObYF?si=3A_LJcLrRo-M2QDu0iwRyA
Das Booklet ist digital abrufbar bei Yumpu:
https://www.yumpu.com/de/document/view/71319857/deutscher-musikrat-edition-zeitgenossische-musik-booklet-portrat-album-dariya-maminova
Mit den Porträts, die seit 1986 als CDs beim Label Wergo und seit Kurzem auch als Online-Veröffentlichung plus Print-Booklet veröffentlicht werden, fördert Podium Gegenwart aufstrebende Komponist:innen mit einer musikalischen Visitenkarte.
Alle Veröffentlichungen der Edition Zeitgenössische Musik sind zu finden unter:
https://www.podium-gegenwart.de/edition-zeitgenoessische-musik/alle-cds
Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Olaf Wegener, Projektleitung Podium Gegenwart
Tel.: 0228 – 2091 177, wegener@musikrat.de
Sabine Siemon, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Schimmernde Klangwelten zwischen neuer Musik, Pop und Jazz
Dariya Maminova © Yaroslav Kotov
