© DRM/ Tom Schweers

Fachtagung Zukunft der Kulturförderung
Wie kann Kulturförderung angesichts knapper Kassen ökonomisch nachhaltig gestaltet werden? Ist es Zeit für eine neue Förderarchitektur? Und welche Modelle weisen den Weg in die Zukunft? Am 23. Oktober 2026 lädt der Deutsche Musikrat von 13:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen seiner Mitgliederversammlung zur Fachtagung „Zukunft der Kulturförderung“ ins Aquino Tagungszentrum nach Berlin ein. Die Tagung widmet sich den aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Kulturfinanzierung und beleuchtet das Zusammenspiel der verschiedenen Förderebenen – von Kommunen über Länder und Bund bis hin zu Stiftungen, Wirtschaft und weiteren nichtstaatlichen Fördergebern. Mit einer Keynote von Prof. Dr. Martin Zierold (Hochschule für Musik und Theater Hamburg) zum Spannungsfeld Kulturfinanzierung, Impulsen zu alternativen Fördermodellen sowie einem Podiumsgespräch, moderiert von DMR-Präsidentin Prof. Lydia Grün, werden Ansätze für eine zukunftsfähige und stärker vernetzte Kulturförderung diskutiert.
Hinweise zur Anmeldung
Eine Anmeldung zur Fachtagung ist für Interessierte bis zum 18. Oktober 2026 möglich, vorbehaltlich des verfügbaren Ticketkontingents.
Für die Anmeldung sind folgende zwei Schritte erforderlich:
1. Eigenbeitrag überweisen
Bitte überweisen Sie den Eigenbeitrag für die Tagungsverpflegung in Höhe von 20 Euro pro Person mit dem Verwendungszweck „DMR Fachtagung“ an den Deutschen Musikrat e. V.
IBAN: DE61 3705 0198 0007 5252 56
BIC: COLSDE33XXX
2. Online-Anmeldeformular ausfüllen
Anschließend füllen Sie bitte das kurze Online-Anmeldeformular aus.
Nach Prüfung Ihrer Anmeldung und des Zahlungseingangs erhalten Sie per E-Mail eine offizielle Teilnahmebestätigung.
Sollten Sie entgegen Ihrer Anmeldung doch nicht an der Fachtagung teilnehmen können, bitten wir um eine zeitnahe Mitteilung an generalsekretariat@musikrat.de. Eine Erstattung des Eigenbeitrags ist leider nicht möglich.
Bitte halten Sie am Eingang Ihre offizielle Teilnahmebestätigung bereit.
Mitwirkende
Prof. Dr. Martin Zierold ist Professor für Kultur- und Medienmanagement am Institut KMM der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und Studiengangsleiter für das Präsenz- und Fernstudium. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gesellschaftstheorie, soziale und kulturelle Transformationen, Organisationstheorie und Change Management. Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaft, Angewandten Kulturwissenschaft und Englischen Philologie an der Universität Münster promovierte er 2006 zu gesellschaftlicher Erinnerung in digitalen Medienkulturen. Nach Stationen im Kultur- und Wissenschaftsbereich, unter anderem als Pressesprecher des Musik-Festivals Grafenegg und des Tonkünstler-Orchesters in Wien sowie als Wissenschaftlicher Geschäftsführer und Principal Investigator am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist er seit 2013 Professor für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft. Darüber hinaus arbeitet Martin Zierold als Berater, Lehrtrainer und Coach und publiziert zu Fragen von Kulturmanagement, Organisation, Transformation und Medienkultur.
© Lotte Ostermann

Kirsten Haß wurde 1962 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie an der Universitá per Stranieri in Perugia, Italien, und schloss ihr Studium 1990 an der Freien Universität Berlin in Literatur und Publizistik mit dem M.A. ab. Von 1994 bis1996 arbeitete sie als Bildungs- und Pressereferentin des Landesverbandes Freier Theater in Niedersachsen und wurde anschließend Geschäftsführerin des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen sowie geschäftsführende Vorsitzende des Bundesverbands Freier Theater. Ab 1998 wirkte Kirsten Haß als Sprecherin des Arbeitskreises der Niedersächsischen Kulturverbände, war Mitglied der Steuerungsgruppe „Neuordnung der Kulturförderung“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie auch in zahlreichen Fachbeiräten für Theaterförderung und Soziokultur vertreten. Die Themen Evaluation und Management im Kulturbereich bildeten einen Schwerpunkt ihrer Vortrags- und Seminartätigkeit zu jener Zeit. 2007 begann sie ihre Laufbahn in der Kulturstiftung des Bundes, zunächst als Leiterin der Allgemeinen Projektförderung. Von 2011 bis 2019 leitete Kirsten Haß den Bereich Förderung und Programme. Seit Februar 2020 ist Kirsten Haß Verwaltungsdirektorin und bildet zusammen mit der Künstlerischen Direktorin Katarzyna Wielga-Skolimowska den Vorstand der Kulturstiftung des Bundes.
© Fabian Melber

Stephanie Reuter ist geschäftsführende Vorständin der Rudolf Augstein Stiftung und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutscher Stiftungen. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Kultur, Medien und Philanthropie. Sie gehört dem Aufsichtsrat des Thalia Theater Hamburg an. Nach einem Verlagsvolontariat studierte sie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Journalistik, Volkswirtschaft sowie Kultur- und Medienmanagement. Ihre Laufbahn im Stiftungssektor begann bei der Robert Bosch Stiftung. Anschließend wechselte sie zur Stiftung Zollverein, wo sie die Aktivitäten zur Kulturhauptstadt Europas mitverantwortete. Danach leitete sie als Geschäftsführerin das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Stephanie Reuter ist Mitinitiatorin und Co-Moderatorin des Webtalks #ImpulseStiften, der seit 2020 aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen des Stiftungssektors aufgreift.
© privat

Jörg Stüdemann wurde 1956 geboren. Nach einem Studium der Sozialwissenschaften und Germanistik arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhruniversität Bochum. Von 1987 bis 1991 war er in der Initiative Zentrum Zeche Carl in Essen angestellt, von 1992 bis 1994 leitete es das Film- und Medienzentrum Pentacon in Dresden. Von 1992 bis 2000 war er Beigeordneter für Kultur, Denkmalschutz, Sport und Jugend der Landeshauptstadt Dresden. Seit 2000 wirkte er als Dezernent für Kultur, Sport und Freizeit in Dortmund. Ab 2009 wurde er zusätzlich Stadtkämmerer und Stadtdirektor bis 2026. Jörg Stüdemann war seit 1994 im Städtetag Kulturausschuß, seit 2000 Vorsitzender im Kulturausschuß des Städttages NRW. Über 20 Jahre gehörte er zum Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft. Er ist Mitbegründer des Deutschen Instituts für Animationsfilm, der Akademie für Theater und Digitalität und des Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität.
Amadeus Templeton ist studierter Cellist sowie Mitgründer und Geschäftsführer der u.a. mit einem ECHO ausgezeichneten, international agierenden Kultur- und Bildungsinitiative TONALi. Als Kulturunternehmer hat er das Klassik-Magazin concerti, die TONALiSTEN Agentur, die PARTi GmbH, die TONALi Akademie, den TONALi SAAL und vieles mehr mit aufgebaut. Amadeus Templeton ist Mitglied des „Round Table musikalische Bildung“ des Deutschen Musikrats, Mitgesellschafter des OPUS Klassik, Vorstandsmitglied der Ribke-Stiftung sowie Herausgeber und Produzent von Büchern und Kinofilmen. Eine umfangreiche Vortrags-, Vorlesungs- und Seminartätigkeit führt ihn regelmäßig in namhafte Hochschulen und Universitäten.
© Daniel Lukac

Anna Blaich, M.A., hat Musikbusiness an der Popakademie Baden-Württemberg (Mannheim) und Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater, Institut KMM (Hamburg) studiert. Nach verschiedenen Positionen in der Musikbranche war sie als Projektmanagerin Export bei der Initiative Musik u.a. für den deutschen Gemeinschaftsauftritt Germany @ SXSW 2018 (German Haus & German Pavilion) in Austin, Texas, sowie für die deutsche Beteiligung im Bereich Musikexport im Rahmen des EU-Programms „Music Moves Europe“ verantwortlich. Von 2018 bis 2022 war sie als Projektmanagerin in der Kulturellen Stadtentwicklung bei NEXT Mannheim tätig, wo sie Projekte im Bereich Cross Innovation entwickelt und als Projektleiterin die Nutzungskonzeption der Multihalle Mannheim betreut hat. Seit Mai 2022 ist sie im Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Mannheim tätig und verantwortet dort als Leiterin das Büro der Geschäftsführung des Jobcenters Mannheim. Außerdem ist sie zweite Vorsitzende der Bundesstiftung LiveKultur und Mitglied im Arbeitskreis Kulturraumschutz der LiveKomm, dazu ist sie Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft und Lehrbeauftragte an der DHBW Mannheim und Popakademie Baden-Württemberg. In ihrer Promotion an der Universität Paderborn beschäftigt sie sich mit der Popmusik im Spannungsfeld aus Kultur, Wirtschaft und Politik.
© Ludwig Ohla

Rebecca Zimmermann ist seit Juli 2024 Geschäftsführerin der im selben Jahr gegründeten Stiftung Kulturzukunft Bayern, deren erstes großes Projekt der Kulturatlas Bayern ist. Zuvor leitete sie das Development des Konzerthauses Dortmund. Dort trieb sie die Verankerung des Hauses in der Region voran, baute den Bereich Nachhaltigkeit auf und initiierte die spartenübergreifende Green Culture Initiative Dortmund. Sie ist Mitgründerin von alma – Alliance of Leaders in Music & Arts, einem Netzwerk für weibliche und divers gelesene Führungskräfte im Kulturbereich, und Mitglied im Advisory Board des Community-Music-Kollektivs Paper Lantern. Rebecca Zimmermann studierte Musikpädagogik am Dr. Hoch's Konservatorium Frankfurt (Diplom) sowie Musikvermittlung und Musikmanagement an der Hochschule für Musik Detmold (M.A.).
© privat

Madeline Ritter ist Juristin, Kulturmanagerin und zertifizierter Coach für Veränderungsprozesse. Von 2004 bis 2019 konzipierte und leitete sie für die Kulturstiftung des Bundes innovative Tanzförderprogramme wie Tanzplan Deutschland und Tanzfonds Erbe. Ihre gemeinnützige Kulturorganisation Bureau Ritter erhielt für wegweisende Maßnahmen zur Sicherung des Tanzerbes den Europa Nostra Award. Mit der Initiative Dance On und Förderprogrammen wie TANZPAKT Stadt Land-Bund (in Kooperation mit dem Dachverband Tanz) und Next Steps setzt sie sich für nachhaltige Strukturen im Tanz ein. In Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes begleitet Bureau Ritter als Programmbüro von Übermorgen Kultureinrichtungen bei grundlegenden Veränderungsprozessen für eine zukunftsfähige Kulturlandschaft. Madeline Ritter ist u. a. Mitglied im Aufsichtsrat der Kulturfabrik Kampnagel und Vorsitzende des Beirats der Pina Bausch Foundation.
Impulse
- TuttiFonds, vorgestellt von Amadeus Templeton (Geschäftsführender Gesellschafter TONALi)
- Von der Szene, für die Szene: Wie der Live Music Fund die Musikbasis stabilisiert, vorgestellt von Anna Blaich (Vorstand Bundesstiftung LiveKultur)
- Mehr Kultur, weniger Bürokratie - der Kulturatlas Bayern, vorgestellt von Rebecca Zimmermann (Geschäftsführerin Stiftung Kulturzukunft Bayern)
- Strukturen statt Strohfeuer - Wie aus Förderung Wirkung wird, vorgestellt von Madeline Ritter (Künstlerische Leitung und Geschäftsführung Bureau Ritter)