Fachtagung Musik und Demokratie (2025)

Der Deutsche Musikrat veranstaltete am 24. Oktober 2025  im Aquino Tagungszentrum in Berlin eine Fachtagung zu seinem Jahresthema „Musik und Demokratie“. Im Rahmen von Impulsen, einer Plenumsdiskussion, eines kulturpolitischen Gesprächs mit Ingo Mix (Abteilungsleiter Kunst- und Kulturförderung beim BKM) sowie in einem abschließenden Fishbowl-Format wurde erkundet, welche Wechselwirkungen es zwischen dem Musikleben und gesellschaftlich-demokratischen Prozessen gibt. In diesem Kontext wurde auch eine gemeinsame Resolution erarbeitet und verabschiedet.

 

Die Resolution „Musikleben fördert Demokratie! – Impulse, Forderungen und Bekenntnis!“, die von der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats verabschiedet wurde, finden Sie hier:

Resolution

Das Programm zur Tagung finden Sie hier:

Programm

Mitwirkende

Ingo Mix ist seit 2020 Leiter der Abteilung Kunst- und Kulturförderung beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Nach Hamburger Jahren beim Internationalen Sommertheater Festival auf Kampnagel, später als Pressesprecher der Kulturbehörde und der Hamburgischen Bürgerschaft wechselte er 2003 zur BKM nach Berlin. Dort war er Büroleiter bei den Staatsministern Christina Weiss und Bernd Neumann, dann zehn Jahre als Referatsleiter für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Hauptstadtkulturförderung bei der BKM zuständig.

Prof. Dr. Barbara Hornberger ist Professorin für Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt in Populärer Musik und Digitalen Musikkulturen an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie hat an der Universität Hildesheim im Fach Kulturpädagogik studiert und war dort als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur tätig. Von 2016 bis 2022 war sie Professorin für die Didaktik populärer Musik an der Hochschule Osnabrück.

Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre sind transdisziplinäre Forschung zu Populärer Musik, Kulturgeschichte Populärer Musik, Inszenierungen Populärer Musik, Didaktik des Populären sowie Populäre Musik im postdigitalen Zeitalter.

B. Hornberger ist Vorsitzende der GMM (Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung) und sitzt im wissenschaftlichen Beirat der GFPM (Gesellschaft für Popularmusikforschung).

Ulrike Liedtke, geboren in Weimar, studierte Musikwissenschaft in Leipzig und promovierte. Anschließend war sie an der Akademie der Künste Berlin tätig.

Ab 1991 war sie Gründungsdirektorin der Bundesmusikakademie Rheinsberg/Schlosstheater, hatte diverse Lehraufträge inne und ist seit 2017 Professorin an der Universität Potsdam.

Ehrenamtlich engagiert sie sich als Vizepräsidentin im Deutschen Musikrat, als Mitglied im Aufsichtsrat des Deutschen Musikrates, als Präsidentin des Landesmusikrates Brandenburg und als Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte.

2015 gründete Liedtke das Deutsch-Arabische Kindermusiktheater Rheinsberg. Sie veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Neuen Musik und zur Musik des 18. Jahrhunderts, leitete den CD-Autorenbeirat „Musik in Deutschland 1950-2000“, ist Jurorin etwa in den Programmen Landmusik, IMPULS und NEUSTART KULTUR.

Sie wurde mit dem Bundesverdienstkreuz sowie dem Kunstpreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet.

Seit 2014 ist sie Mitglied des Landtages Brandenburg, seit 2019 Landtagspräsidentin.

Udo Dahmen wurde 1951 in Aachen geboren und studierte in Aachen, Köln und Paris Schlagzeug.

Von 2003 bis 2023 war Udo Dahmen künstlerischer Direktor, Geschäftsführer und Professor  der Popakademie Baden-Württemberg. Er ist Vizepräsident im Präsidium sowie Mitglied im Aufsichtsrat des Deutschen Musikrats. Zudem engagiert er sich als Ehrenpräsident im Schlagzeugerverband „Percussion Creativ“.

Er arbeitete als professioneller Drummer und als Dozent und Sprecher des Kontaktstudiengangs Popularmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Seit 2013 betreibt er samstags einen Podcast bei SWR Kultur in der Rubrik „Erklär mir Pop“.

Im April 2023 wurde Dahmen mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde Dahmen die Ehrennadel der Deutschen Jazzunion verliehen.

Business Strategist, Conference Curator, Host und Speaker, AC Coppens hat THE CATALYSTS gegründet - eine Agentur für innovative und kreative Akteure, die an der Schnittstelle von digitalen Technologien und Musik, Film, immersiven Medien, Design und Kunst arbeiten. Informiert durch multidisziplinäre Perspektiven und einen narrativen Ansatz, erforscht das Team neue Entwicklungen in Emerging Tech, Wissenschaft und Kultur, um Events in Orte des Wissensaustauschs zu verwandeln. AC wird häufig zu internationalen Konferenzen eingeladen, um Vorträge zu halten und anregende Diskussionen mit Experten zu moderieren.

Impressionen

Aufzeichnungen der Online-Formate

Im Vorlauf der Fachtagung wurden in kostenfreien Online-Formaten Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Partizipation mit Expert:innen diskutiert sowie Best-Practice-Beispiele zur Demokratieförderung durch Musik vorgestellt. Die Aufzeichnungen dieser drei Veranstaltungen stehen Ihnen zur Verfügung.

 

„Musik als Motor für gesellschaftlichen Wandel“ vom 29. April 2025

 

„Demokratie in der Musik – Partizipation nach innen leben“ vom 18. Juni 2025

 

„Musik und Demokratie – Eine enge Verbindung?“ vom 08. September 2025


Wie klingt unsere Demokratie? Musik als Gesellschaftkraft

Die im Rahmen des Jahresthemas 2025 des Deutschen Musikrats „Musik und Demokratie“ entstandenen Beiträge von und mit Expert:innen aus zahlreichen Musikbereichen sind Anlass für eine 72-seitige Publikation, die der Deutsche Musikrat bei Schott Music veröffentlicht hat. Sie beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen der musikalischen Praxis in Deutschland und demokratischen Prinzipien. Bundespräsident a.D. Joachim Gauck steuerte einen Impuls für die Publikation bei. Beteiligt waren daneben Theresa Demandt, Prof. Udo Dahmen, Beat Fehlmann, Christine Fischer, Felix Freitag, Nina „Miu“ Graf, Monika Henschel, Prof. Dr. Barbara Hornberger, Bernhard König, Anna-Sophia Kraus, Olaf „Gemse“ Kretschmar, Prof. Dr. Wolfgang Lessing, Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Albert Schmitt, Moritz Schneidewendt, Dr. Charlotte Seither, Antje Valentin, Olaf Wegener und Bundespräsident a.D. Christian Wulff.

Die Publikation wurde mit Unterstützung durch die Strecker-Stiftung realisiert und ist bei Schott Music erhältlich.


Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

Unter derm Menüpunkt MEDIA finden Sie unsere Presseseite mit allen aktuellen Meldungen, unsere Presseseite mit den Pressekontakten und die Publikationen.

Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.