© TRIMUM/ Katharina Meier
Musik und Religionen
Zeitloses Kulturgut: Musik im religiösen Kontext
Religiöse Musik ist eine zentrale kulturelle Ressource in unserem Land und findet sich in vielfältigen Formen in allen Religionen wieder. Sie prägt sowohl die professionelle Musikszene als auch die Amateurmusik und vermittelt spirituelle Inhalte, Glaubensvorstellungen und kulturelle Traditionen. Gleichzeitig steht sie allen Menschen als offenes und wertvolles Kulturgut zur Verfügung.
In ihrer Vielfalt trägt religiöse Musik aus evangelischen, katholischen, jüdischen, alevitischen, islamischen und hinduistischen sowie zahlreichen weiteren religiösen Kontexten wesentlich zu interkulturellem und interreligiösem Dialog bei und schafft Räume für Begegnung, Verständigung und gemeinsames Erleben. Besonders in ländlichen Regionen bilden religiöse Musikgemeinschaften häufig wichtige Orte kulturellen Lebens und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Wir engagieren uns für:
die Förderung des interreligiösen Dialogs sowie die Weiterentwicklung der Kirchenmusik als Ort kultureller Begegnung und musikalischen Austauschs
die Förderung von Amateurmusikangeboten kirchlicher und freier Träger, insbesondere in der Jugendarbeit
die Sichtbarmachung und Wertschätzung musikalischer Ausdrucksformen in unterschiedlichen Religionen sowie die Förderung Kultureller Vielfalt durch Musik
den Erhalt und Ausbau kirchenmusikalischer Strukturen sowie eine nachhaltige Finanzierung und stärkere mediale Präsenz
die Stärkung Musikalischer Bildung in Schule und außerschulischen Kontexten als zentraler Bestandteil kirchenmusikalischen Handelns
die Sicherung und Weiterentwicklung von Stellen für Kirchenmusiker:innen sowie deren kontinuierliche Professionalisierung und die Stärkung kirchenmusikalischer Verbände und Netzwerke
Weitere Infos
Das Positionspapier fordert die nachhaltige Sicherung und Stärkung der Kirchenmusik als wichtigen Beitrag zu Kultur, Bildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Das Positionspapier betont die Bedeutung religiöser Musikkulturen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und fordert mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Förderung in Kultur, Bildung und Politik.
Die im Rahmen der Fachtagung 2022 wurde die Resolution erarbeitet und betont die Rolle der Kirchenmusik als verbindende Kraft, die kulturelles Erbe bewahrt, Bildung fördert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland stärkt.
Orgelbau und Orgelmusik als immaterielles Kulturerbe
© Deutscher Musikrat

Seit der UNESCO-Konvention von 2018 werden der Orgelbau und die Orgelmusik als immaterielles Kulturerbe geschützt.
Das Ziel ist, die Tradition des Orgelbaus zu bewahren, die musikalische Praxis der Orgel zu fördern und ihr kulturelles, gesellschaftliches und künstlerisches Erbe für zukünftige Generationen zu sichern.
Zahlen im Überblick: Christliche Musik in Deutschland
Aktuelle Daten des Deutschen Musikinformationszentrums zeigen, dass rund ein Viertel der Amateurmusizierenden in Deutschland kirchenmusikalisch aktiv ist. Getragen wird dieses Engagement von etwa 3.300 hauptamtlichen Kirchenmusiker:innen, die das kulturelle Leben in den Gemeinden maßgeblich prägen.
Kirchenmusik-Kongress (2022)
© Deutscher Musikrat

2022 veranstalteten der Deutsche Musikrat, die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland in Berlin den Kongress „Kirchenmusik als Chance für Gesellschaft, Kultur und Kirche“, bei dem rund 150 Fachvertreter:innen aus Musik, Wissenschaft, Kirchen, Medien und Politik die gesellschaftliche Bedeutung der Kirchenmusik diskutierten. Die Ergebnisse des Kongresses flossen bei der abschließenden Plenumsdiskussion in die Resolution „Kirchenmusik als Chance für Gesellschaft, Kultur und Kirche" ein - als Grundlage für das musik- und gesellschaftspolitische Engagement des Deutschen Musikrats und der Kirchen für eine lebendige Musikpraxis.
Der Kongress wurde live gestreamt und ist online abrufbar.
Orgelmusik in Zeiten von Corona (2021)
© Deutscher Musikrat

Der Deutsche Musikrat realisierte gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland das Projekt „Orgelmusik in Zeiten von Corona“ im Rahmen des „Jahres der Orgel 2021“. 17 Neukompositionen wurden in Auftrag gegeben, die die Pandemie künstlerisch reflektieren. Die Werke, die experimentelle Ansätze mit kirchenmusikalischer Tradition verbinden, wurden professionell für YouTube aufgezeichnet und zudem bundesweit in Gottesdiensten, Konzerten und online aufgeführt. Den Abschluss fand das Projekt mit einem Festkonzert in Augsburg.
Unsere Gremien zum Thema
Kontakt
Nina Seidel-Polter
Referentin
Email: generalsekretariat@musikrat.de