Musikalische Bildung

Von Anfang an, ein Leben lang

Musikalische Bildung schafft Zugänge zur Welt der Musik – in Kitas und Schulen, der Amateurmusik, Musikschulen, freien Initiativen und an Hochschulen. Musik ist nicht nur eine eigenständige Kunstform. Sie eröffnet Menschen jeden Alters zugleich auch Erfahrungsräume, in denen kognitive und emotionale, soziale und kreative Prozesse zusammenwirken können. So stärkt Musikalische Bildung nachweislich sprachliche, soziale und gesundheitliche Kompetenzen sowie zahlreiche weitere Entwicklungsbereiche.

Das Bewusstsein für die Bedeutung der Musikalischen Bildung zu schärfen und entsprechende Konsequenzen im politischen Handeln durchzusetzen, steht daher im Zentrum der musikpolitischen Arbeit des Deutschen Musikrats. Zugleich tragen viele Projekte des Deutschen Musikrats zur Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftlichen Teilhabe sowie zur Demokratiebildung bei und fördern den musikalischen Spitzennachwuchs.

Wir engagieren uns für:

den Erhalt von Musik als eigenständigem Schulfach und seine durchgängige Verankerung in allen Schulformen

die nachhaltige Sicherung Musikalischer Bildung und die Einbindung der Amateurmusik in der Ganztagsbetreuung ab August 2026 durch zusätzliche Fachkräfte, geeignete Räume und angemessene Ausstattung

wirksame Maßnahmen gegen den Musiklehrkräftemangel, insbesondere durch den Ausbau sowie die Standardisierung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten und durch die Schaffung klarer Zugänge für den Quereinstieg

eine Aufstockung der Leistungen für Bildung und Teilhabe, um Kindern in prekären Verhältnissen bessere Zugänge zu Musikalischer Bildung zu ermöglichen

eine Reform des Statusfeststellungsverfahrens, um den rechtssicheren Einsatz freiberuflicher Lehrkräfte, Lehrbeauftragter und Dozierender an kleinen und mittleren Musikschulen zu gewährleisten

eine bessere Finanzausstattung von öffentlichen Musikschulen für die Festanstellung der Lehrkräfte in Folge des Herrenberg-Urteils

Stellungnahmen

Faire und transparente Honorare sind nicht nur eine soziale Frage, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Sicherung von Qualität, Nachwuchs und Zukunftsfähigkeit Musikalischer Bildung.
Die Empfehlungen sollen Anwendung im Bereich der aus öffentlichen Mitteln geförderten Projekte und Institutionen finden. In Kenntnis der landesspezifisch und regional unterschiedlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Situation, z.B. an Musikschulen oder Musikhochschulen, sind die Empfehlungen derzeit sicher nicht sofort umsetzbar, sollen aber mit Unterstützung der jeweiligen Mittelgeber sukzessive angestrebt werden.

Zum Positionspapier

Anlässlich der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 forderte der Deutsche Musikrat gemeinsam mit seinen musikpädagogischen Verbänden die neue Bundesregierung und die zuständigen Politiker:innen auf Landesebene dazu auf, der Misere im Bereich musikalische Bildung entgegenzuwirken. Denn musikalische Bildung hat ein besonderes Potenzial im Hinblick auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, Demokratisierung, Sprachförderung, Diversität und Transkulturalität.

Zur Pressemitteilung

Der Bundesfachausschuss Bildung hat die Stellungnahme #SchuleNeuDenken: mehr Musik! erarbeitet, die im März 2023 vom Präsidium des Deutschen Musikrats verabschiedet wurde. Darin werden in fünf Kernbereichen der musikalischen Bildung umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation formuliert und gefordert.

Zur Stellungnahme

Publikationen

Herausgegeben von Prof. Dr. Michael Dartsch und Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt für die Föderation musikpädagogischer Verbände Deutschlands (FMV)

Die neue Publikation, herausgegeben von der Föderation der musikpädagogischen Verbände Deutschlands, widmet sich der Frage, was Musik und Musikalische Bildung leisten kann. Es bündelt den aktuellen Forschungsstand zu Relevanz und Auswirkungen Musikalischer Bildung und bereitet ihn gezielt für bildungspolitische Entscheidungsprozesse auf.

Zum Download

Die „MiKADO-Musik“-Studie untersucht in qualitativen und quantitativen Befragungen die Gründe für den dramatischen Nachwuchsmangel an Musikschulen. Die Ergebnisse belegen: Wenn nicht umgehend Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen des Berufsfelds Musikschullehrkraft geschaffen werden, droht eine flächendeckende Erosion der Musikalischen Bildung in Deutschland.

Die „MULEM-EX“-Studie gibt Antworten auf die Frage, warum die Studienbewerbungen für Lehramt Musik deutschlandweit insgesamt in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind.

Im März 2020 haben der Deutsche Musikrat, die Konferenz der Landesmusikräte und die Bertelsmann Stiftung die gemeinsam initiierte Studie „Musikunterricht in der Grundschule – Aktuelle Situation und Perspektive“ veröffentlicht. Damit können Defizite in der musikalischen Bildung erstmals nicht nur vage benannt, sondern auf valider Forschungsgrundlage präzise dargestellt werden.

Zur Studie

„Kulturelle und künstlerische Bildung umfasst das Lehren und Lernen über, mit und durch Kunst und Kultur sowie alle Formen kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen. ‚Kulturelle und künstlerische Bildung‘ positioniert Kultur, einschließlich der Künste, als ein Bildungsinstrument, einen Bildungsansatz und einen Bereich von Studium, Forschung und Praxis.“ 

(UNESCO Framework for Culture and Arts Education, 2024)

Zukunft braucht Musik, Zukunft braucht Dich!

Musikalische Bildung ist die Basis des vielfältigen Musiklebens in Deutschland. Doch der Fachkräftemangel in musikpädagogischen Berufen, in Schulen ebenso wie in Musikschulen, lässt dieses Fundament immer mehr zerbröckeln. Der Deutsche Musikrat hat daher die Social Media-Kampagne „Zukunft braucht Musik, Zukunft braucht Dich!“ auf Instagram und TikTok gestartet.

Zur Kampagnen-Seite

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

Unter derm Menüpunkt MEDIA finden Sie unsere Presseseite mit allen aktuellen Meldungen, unsere Presseseite mit den Pressekontakten und die Publikationen.

Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.