© Christian Kern
Musikalische Bildung
Von Anfang an, ein Leben lang
Musikalische Bildung schafft Zugänge zur Welt der Musik – in Kitas und Schulen, der Amateurmusik, Musikschulen, freien Initiativen und an Hochschulen. Musik ist nicht nur eine eigenständige Kunstform. Sie eröffnet Menschen jeden Alters zugleich auch Erfahrungsräume, in denen kognitive und emotionale, soziale und kreative Prozesse zusammenwirken können. So stärkt Musikalische Bildung nachweislich sprachliche, soziale und gesundheitliche Kompetenzen sowie zahlreiche weitere Entwicklungsbereiche.
Das Bewusstsein für die Bedeutung der Musikalischen Bildung zu schärfen und entsprechende Konsequenzen im politischen Handeln durchzusetzen, steht daher im Zentrum der musikpolitischen Arbeit des Deutschen Musikrats. Zugleich tragen viele Projekte des Deutschen Musikrats zur Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftlichen Teilhabe sowie zur Demokratiebildung bei und fördern den musikalischen Spitzennachwuchs.
Aktuelles
- OPUS Klassik 2026: Musiklehrer:in des Jahres steht fest
- Rückblick: Kongress „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“ am 25. und 26. März 2026 in Berlin
- Aktualisierte Empfehlungen (25. Februar 2026) zu Honoraruntergrenzen und angemessenen Vergütungen im Bereich der Musikalischen Bildung und im Musikhochschulbereich
Wir engagieren uns für:
den Erhalt von Musik als eigenständigem Schulfach und seine durchgängige Verankerung in allen Schulformen
die nachhaltige Sicherung Musikalischer Bildung und die Einbindung der Amateurmusik in der Ganztagsbetreuung ab August 2026 durch zusätzliche Fachkräfte, geeignete Räume und angemessene Ausstattung
wirksame Maßnahmen gegen den Musiklehrkräftemangel, insbesondere durch den Ausbau sowie die Standardisierung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten und durch die Schaffung klarer Zugänge für den Quereinstieg
eine Aufstockung der Leistungen für Bildung und Teilhabe, um Kindern in prekären Verhältnissen bessere Zugänge zu Musikalischer Bildung zu ermöglichen
eine Reform des Statusfeststellungsverfahrens, um den rechtssicheren Einsatz freiberuflicher Lehrkräfte, Lehrbeauftragter und Dozierender an kleinen und mittleren Musikschulen zu gewährleisten
eine bessere Finanzausstattung von öffentlichen Musikschulen für die Festanstellung der Lehrkräfte in Folge des Herrenberg-Urteils
Stellungnahmen
Faire und transparente Honorare sind nicht nur eine soziale Frage, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Sicherung von Qualität, Nachwuchs und Zukunftsfähigkeit Musikalischer Bildung.
Die Empfehlungen sollen Anwendung im Bereich der aus öffentlichen Mitteln geförderten Projekte und Institutionen finden. In Kenntnis der landesspezifisch und regional unterschiedlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Situation, z.B. an Musikschulen oder Musikhochschulen, sind die Empfehlungen derzeit sicher nicht sofort umsetzbar, sollen aber mit Unterstützung der jeweiligen Mittelgeber sukzessive angestrebt werden.
Anlässlich der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 forderte der Deutsche Musikrat gemeinsam mit seinen musikpädagogischen Verbänden die neue Bundesregierung und die zuständigen Politiker:innen auf Landesebene dazu auf, der Misere im Bereich musikalische Bildung entgegenzuwirken. Denn musikalische Bildung hat ein besonderes Potenzial im Hinblick auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, Demokratisierung, Sprachförderung, Diversität und Transkulturalität.
Der Bundesfachausschuss Bildung hat die Stellungnahme #SchuleNeuDenken: mehr Musik! erarbeitet, die im März 2023 vom Präsidium des Deutschen Musikrats verabschiedet wurde. Darin werden in fünf Kernbereichen der musikalischen Bildung umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation formuliert und gefordert.
Publikationen
Herausgegeben von Prof. Dr. Michael Dartsch und Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt für die Föderation musikpädagogischer Verbände Deutschlands (FMV)
Die neue Publikation, herausgegeben von der Föderation der musikpädagogischen Verbände Deutschlands, widmet sich der Frage, was Musik und Musikalische Bildung leisten kann. Es bündelt den aktuellen Forschungsstand zu Relevanz und Auswirkungen Musikalischer Bildung und bereitet ihn gezielt für bildungspolitische Entscheidungsprozesse auf.
Die „MiKADO-Musik“-Studie untersucht in qualitativen und quantitativen Befragungen die Gründe für den dramatischen Nachwuchsmangel an Musikschulen. Die Ergebnisse belegen: Wenn nicht umgehend Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen des Berufsfelds Musikschullehrkraft geschaffen werden, droht eine flächendeckende Erosion der Musikalischen Bildung in Deutschland.
Die „MULEM-EX“-Studie gibt Antworten auf die Frage, warum die Studienbewerbungen für Lehramt Musik deutschlandweit insgesamt in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind.
Im März 2020 haben der Deutsche Musikrat, die Konferenz der Landesmusikräte und die Bertelsmann Stiftung die gemeinsam initiierte Studie „Musikunterricht in der Grundschule – Aktuelle Situation und Perspektive“ veröffentlicht. Damit können Defizite in der musikalischen Bildung erstmals nicht nur vage benannt, sondern auf valider Forschungsgrundlage präzise dargestellt werden.
„Kulturelle und künstlerische Bildung umfasst das Lehren und Lernen über, mit und durch Kunst und Kultur sowie alle Formen kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen. ‚Kulturelle und künstlerische Bildung‘ positioniert Kultur, einschließlich der Künste, als ein Bildungsinstrument, einen Bildungsansatz und einen Bereich von Studium, Forschung und Praxis.“
Zukunft braucht Musik, Zukunft braucht Dich!

Musikalische Bildung ist die Basis des vielfältigen Musiklebens in Deutschland. Doch der Fachkräftemangel in musikpädagogischen Berufen, in Schulen ebenso wie in Musikschulen, lässt dieses Fundament immer mehr zerbröckeln. Der Deutsche Musikrat hat daher die Social Media-Kampagne „Zukunft braucht Musik, Zukunft braucht Dich!“ auf Instagram und TikTok gestartet.
Unsere Gremien zum Thema
Unsere Projekte zum Thema
Kontakt
Finn Löw
Referent
E-Mail: generalsekretariat@musikrat.de
© Helge Krückeberg, DCW/DMR
