Der Deutsche Musikrat gibt Empfehlungen für Honoraruntergrenzen bei BKM-Förderung

Auf dem Weg zu fairer Vergütung

Seit dem 1. Juli 2024 gilt für kulturelle Projekte und Einrichtungen, die zu mindestens 50 Prozent durch den Bund gefördert werden, eine verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von Mindestvergütungsstandards für Tätigkeiten auf Honorarbasis. Als Grundlage dafür sollen die Empfehlungen für Honoraruntergrenzen der relevanten Berufs- und Fachverbände herangezogen werden. Der Deutsche Musikrat empfiehlt nun als Honoraruntergrenze für einen Tagessatz für selbstständige Musiker:innen 300 Euro für die Jahre 2025/26. Zugleich macht er deutlich: Die eigentlich auskömmliche Untergrenze, um ein angemessenes Einkommen zu ermöglichen, wäre ein Tagessatz von 622 Euro. Die Empfehlung mit ausführlicher Erläuterung finden Sie hier (Verlinkung).

Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, betont: „Die gemeinsam verbändeübergreifend erarbeiteten Empfehlungen sind ein Meilenstein auf dem Weg zu fairen Vergütungsstandards in der Kulturbranche. Sie sind das Ergebnis eines intensiven Austauschprozesses und einer großen Verbundenheit und Solidarität der unter dem Dach des Deutschen Musikrats beheimateten Verbände. Wir sagen aber auch ganz klar: Das Ziel aller politischen Bemühungen in den kommenden Jahren muss es sein, Kulturhaushalte aus öffentlicher Hand finanziell so auszustatten, dass faire Honorare, nicht nur Honoraruntergrenzen, gezahlt werden. Bereits mit den aktuellen Förderbudgets ist die hier empfohlene Honoraruntergrenze nur schwer zu realisieren. Deshalb müssen Haushaltsansätze dringend erhöht werden, da ansonsten wichtige freie Strukturen der Kulturlandschaft und wertvolle Vielfalt wegzubrechen und unwiederbringlich verloren zu gehen drohen. Hierfür setzt sich der Deutsche Musikrat weiterhin intensiv ein.“

Die vorliegende Empfehlung wurde von der AG „Faire Vergütung“ in einer ausführlichen Klausurtagung erarbeitet und durch das Präsidium des Deutschen Musikrats am 27. Februar 2025 verabschiedet. Die Empfehlungen werden jährlich aktualisiert.

Berlin, 3. März 2025

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

Unter derm Menüpunkt MEDIA finden Sie unsere Presseseite mit allen aktuellen Meldungen, unsere Presseseite mit den Pressekontakten und die Publikationen.

Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.