Landmusik
ein Förderprogramm des Deutschen Musikrats

Ländliche Regionen prägen Deutschland: Sie machen etwa 90 Prozent der Fläche aus. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in kleineren Städten und Gemeinden. In den vergangenen Jahren wurde die Stärkung von ländlichen Räumen und die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland immer mehr in den Fokus der politischen Diskussion gestellt.
Für das gemeinschaftliche Zusammenleben auf dem Land spielt vor allem die Kultur, insbesondere die Musik, eine bedeutende Rolle. In Vereinen und in Anbindung an die Kirche werden Traditionen gepflegt und neue Formen aufgebaut. Gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht die Erfahrung von Gemeinschaft, die Wertschätzung von Unterschieden und die Neugier auf den Mitmenschen, auf das gesellschaftliche Umfeld. Denn: wo keine Begegnung stattfindet, kann auch nichts zusammenwachsen.
Der Deutsche Musikrat führte das Programm Landmusik mit Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in den Jahren 2021 und 2022 durch.
Die Fortsetzung des Förderprogramms seit 2024 wird finanziert aus Mitteln des BKM im Rahmen des Amateurmusikfonds des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO). Ziel ist die Stärkung des Musiklebens im ländlichen Raum, um so einen Beitrag zur qualitativen Annäherung von urbanen und ländlichen Räumen zu leisten. Die kulturelle Vielfalt, die das Musikland Deutschland ausmacht, soll auch in der Fläche wahrnehmbar sein. Nur wenn die kulturelle mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt hält, kann die Lebensqualität im ländlichen Raum Alternativen zu den großen Städten bieten.
Wer kann sich bewerben?
Die Bewerbung um den Landmusikort des Jahres muss von der Bürgermeisterin/dem Bürgermeister eines Ortes/einer Gemeinde gestellt werden. Die Orte bzw. Gemeinden müssen in einen der definierten Typen der Ländlichkeit verortet sein („sehr ländlich“ und „eher ländlich“ ) und dürfen nur maximal 12.000 Einwohner:innen haben. Genauere Informationen zu Antragsfristen, Bewerbungsverfahren u.a. erhalten Sie beim Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO), der seit 2024 die Auszeichnung "Landmusikort des Jahres" vergibt.
Preisträger:innen
- LMO 2021 in Bayern: Postbauer-Heng (LK Neumarkt in der Oberpfalz)
- LMO 2021 in Brandenburg: Panketal (LK Barnim)
- LMO 2021 in Hessen: Kaufungen (LK Kassel), 3. Bundespreis
- LMO 2021 in Niedersachsen: Heede (LK Emsland)
- LMO 2021 in Nordrhein-Westfalen: Havixbeck (LK Coesfeld)
- LMO 2021 in Rheinland-Pfalz: Enkenbach-Alsenborn (LK Kaiserslautern)
- LMO 2021 in Saarland: Saarwellingen (LK Saarlouis)
- LMO 2021 in Sachsen: Markneukirchen (LK Vogtlandkreis), 1. Bundespreis
- LMO 2021 in Schleswig-Holstein: Wesselburen (LK Dithmarschen)
- LMO 2021 in Thüringen: Bad Salzungen (LK Wartburgkreis)
- LMO 2022 in Baden-Württemberg: Ötigheim (LK Rastatt), 1. Bundespreis
- LMO 2022 in Bayern: Ebern (LK Haßberge)
- LMO 2022 in Brandenburg: Müncheberg (LK Märkisch-Oderland)
- LMO 2022 in Hessen: Limburg a. d. Lahn (LK Limburg a. d. Lahn), 2. Bundespreis
- LMO 2022 in Mecklenburg-Vorpommern: Demmin (LK Mecklenburgische Seenplatte), 3. Bundespreis
- LMO 2022 in Niedersachsen: Jork (LK Stade)
- LMO 2022 in Nordrhein-Westfalen: Steinfurt (LK Steinfurt)
- LMO 2022 in Rheinland-Pfalz: Brücken (LK Kusel)
- LMO 2022 in Sachsen: Dürrröhrsdorf-Dittersbach (LK Sächsische Schweiz- Osterzgebirge)
- LMO 2022 in Sachsen-Anhalt: Kalbe (Milde) (LK Altmarkkreis Salzwedel)
- LMO 2024 in Baden-Württemberg: Triberg im Schwarzwald
- LMO 2024 in Bayern: Stadt Burghausen
- LMO 2024 in Brandenburg: Angermünde, 1. Bundespreis
- LMO 2024 in Hessen: Gemeinde Schöneck
- LMO 2024 in Mecklenburg-Vorpommern: Gadebusch
- LMO 2024 in Niedersachsen: Ortsgemeinde Brelingen
- LMO 2024 in Nordrhein-Westfalen: Gemeinde Roetgen
- LMO 2024 in Rheinland-Pfalz: Ortsgemeinde Löf
- LMO 2024 in Sachsen: Garnisonsstadt Frankenberg/Sa.
- LMO 2024 in Sachsen-Anhalt: Stadt Wettin-Löbejün
- LMO 2024 in Thüringen: Eisfeld