Zukunftsmusik Klimaschutz - Deutsches Musikinformationszentrum bietet Überblick über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit im Musikleben

Ulrike Eickenbusch, Cellistin im Stuttgarter Kammerorchester auf einem LAstenrad. Thema Klimaschutz. Deutsches Musikinformationszentrum

Klimaschutz wird in der Musikbranche zu einem immer wichtigeren Thema. Musiker*innen wie Ulrike Eickenbusch, Cellistin im Stuttgarter Kammerorchester, bringen sich auch persönlich für ökologische Nachhaltigkeit ein. © Oliver Röckle

Recycling von Bühnenbildern, Solarpanels für die Bühnenbeleuchtung, Komposttoiletten auf Open-Air-Konzerten – die Musikbranche unternimmt vieles, um ökologisch nachhaltiger zu werden. Doch reichen die Maßnahmen aus? Und welchen Einfluss hat die aktuelle Energiekrise? Das Deutsche Musikinformationszentrum (miz), eine Einrichtung des Deutschen Musikrates, hat bei Expertinnen und Experten nachgefragt. Ein neuer Online-Fokus beleuchtet Klimaschutzaktivitäten von Musikfestivals und Clubs, Orchestern und Opernhäusern, Veranstaltern und Musikverbänden. Beiträge, Interviews und Kurzporträts erläutern klima- und kulturpolitische Hintergründe, benennen aktuelle Handlungsfelder und diskutieren die Herausforderungen des Klimawandels für das Musikleben. Entstanden ist der Fokus „Zukunftsmusik Klimaschutz“ in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Jahrzehntelang war ökologische Nachhaltigkeit ein Nischenthema im Musikleben. Mit den Klimagesetzen der Bundesregierung, den Klimaprotesten insbesondere der jüngeren Generation und der aktuellen Energiekrise hat sich dies geändert. Viele Musikveranstalter haben inzwischen Maßnahmen zu Klimaschutz oder Nachhaltigkeit konzipiert oder umgesetzt. Die Bandbreite ist enorm: Vom Catering bis zur Verkehrsinfrastruktur zielen sie mit einer Fülle innovativer Ideen auf Klimaneutralität und Nachhaltigkeit ab. Dennoch werden die Möglichkeiten nicht überall ausgeschöpft.

Dazu miz-Leiter Stephan Schulmeistrat: „Die Notwendigkeit von ökologischer Nachhaltigkeit im Musikleben wird immer deutlicher. Mit unserem neuen Informationsangebot möchten wir zu einer sachlichen Bewertung und Diskussion der Möglichkeiten und Maßnahmen beitragen.“

Der Online-Fokus „Zukunftsmusik Klimaschutz“ beleuchtet Klimaschutzmaßnahmen des öffentlich finanzierten und des privatwirtschaftlichen Veranstaltungssektors. Neben Überblicksbeiträgen präsentiert das neue Informationsangebot Kurzporträts beispielgebender Initiativen und Projekte. So stellt sich das Futur 2 Festival der wichtigen Frage, wie der Strombedarf einer Produktion sichtbar gemacht und zugleich reduziert werden kann. Hierfür wurde das Publikum aktiviert, den Strom für die Bühne per Muskelkraft auf Fahrrädern zu erzeugen. Weitere Perspektiven bieten Interviews mit Christian Höppner (Generalsekretär Deutscher Musikrat), Claudia Schmitz (Geschäftsführende Direktorin Deutscher Bühnenverein) und Gerald Mertens (Geschäftsführer unisono – Deutsche Musik- und Orchestervereinigung).

Zu erreichen ist der Online-Fokus „Zukunftsmusik Klimaschutz“ unter: miz.org/musik-und-klima.

Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Stephan Schulmeistrat, Leitung Deutsches Musikinformationszentrum
Tel.: 0228 – 2091 185, schulmeistrat@musikrat.de

Dr. Anke Steinbeck, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 – 2091 165, steinbeck@musikrat.de

 

 

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

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Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.