„und alle flieger fliegen nach minsk“ – Neue Musik für Amateurchöre

Podium Gegenwart veröffentlicht Auftragskomposition von Oxana Omelchuk mit umfangreichem audiovisuellem Material

Die Komposition „und alle flieger fliegen nach minsk“ für gemischten Chor steht ab sofort auf der Musikvermittlungs-Website von Podium Gegenwart (www.vermittlung-neue-musik.de  kostenlos bereit, um auch andere Amateurchöre zu ermuntern, das Werk zu singen.
Entstanden ist die Auftragskomposition im Rahmen der Amateurförderung der Edition Zeitgenössische Musik (EZM). Oxana Omelchuk ist Auswahl-Komponistin dieser Porträt-Reihe des Podium Gegenwart, dem Projekt für neue Musik in der Trägerschaft des Deutschen Musikrats. Von der Zusammenarbeit zwischen dem Chor Cantamus Gießen unter der Leitung von Elisabeth Tzschentke und Oxana Omelchuk wurde umfangreiches audiovisuelles Material erstellt, das anderen Amateurchören die Einstudierung dieses Werks erleichtern soll.

2023 wurde Cantamus Gießen bei der EZM-Amateurförderung von einer Fachjury ausgewählt und erhielt eine eigens auf sie zugeschnittene Komposition von Oxana Omelchuk. Die Komponistin erarbeitete gemeinsam mit den Chorsänger:innen und der Dirigentin Elisabeth Tzschentke einen dreiteiligen Werk-Zyklus speziell für das Jubiläumskonzert von Cantamus Gießen im Juli 2024. Die Miniaturen beziehen sich sowohl musikalisch als auch inhaltlich auf drei Werke des Chorrepertoires: J. Brahms‘ „Vergangen ist mir Glück und Heil“, „Advance Democracy“ von B. Britten und S. Wawers „O magnum Mysterium“. Ebenso setzt Omelchuk Bezüge zu ihrer eigenen Geschichte, wie in „Kupalinka“, in dem das gleichnamige populäre Volkslied aus ihrer Heimat Belarus als Vorlage dient, das während der Proteste 2020 Symbol für den Wunsch nach einer Befreiung von der Diktatur wurde. 

Die gemeinsame Erarbeitung und Mitschnitte des Werkzyklus wurden von Filmemacher James Chan-A-Sue dokumentiert und stehen nun online zur Verfügung. Die Komposition wurde von Cantamus Gießen am 7. Juli 2024 in der Kirche St. Bonifatius in Gießen uraufgeführt.

Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Olaf Wegener, Projektleitung Podium Gegenwart
Tel.: 0228 – 2091 177, wegener@musikrat.de

Sabine Siemon, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 – 2091 163, siemon@musikrat.de 


 

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