Große Emotionen und atemberaubende Momente - in Oldenburg endet der 59. Bundeswettbewerb Jugend musiziert und bringt mehrere tausend Musikbegeisterte von 10 bis über 80 Jahren zusammen

Rund 2.300 junge Musikerinnen und -musiker feierten den Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Oldenburg acht Tage wieder als großes Fest der Musik. Alle Beteiligten, Teilnehmende wie Jurymitglieder, Publikum, Musiklehrer*innen sowie Eltern und Geschwister waren überwältigt von der Kraft der Live-Musik. Aus allen Teilen Deutschlands und von 35 Deutschen Schulen im Ausland kamen die Nachwuchstalente. Nach den 1.500 Wertungsspielen vergaben die 140 Jurorinnen und Juroren 531 Musikerinnen und Musikern einen 1. Bundespreis, 759 einen 2. Bundespreis und 616 einen dritten Bundespreis. Alle anderen Teilnehmenden wurden mit einer Urkunde mit sehr gutem bis gutem Erfolg geehrt. Jugend musiziert, ein Projekt des Deutschen Musikrates, glänzte wieder durch seine Fülle und Vielfalt, die Kategorien reichten von Solo-Kategorien bis zu Ensemble-Kategorien mit bis zu 13 Spielenden, von Alter Musik bis zu zeitgenössischen Werken und Pop-Gesang. Teilnahmeberechtigt waren Musikerinnen und Musiker im Alter von 13 Jahren bis zu 27 Jahren bei den Vokalkategorien. Insgesamt waren an diesem großen Fest der musikalischen Begegnung mehrere tausend Musikbegeisterte zwischen 10 und über 80 Jahren beteiligt.

„Große Emotionen und Wiedersehensfreude prägten den diesjährigen Wettbewerb. Nach zwei Jahren, in denen Konzertauftritte vor Publikum und Begegnungen unter Musikerinnen und Musikern kaum möglich waren, ist es für alle - die Teilnehmenden, die Jury, das Publikum und das Team ­ besonders schön, wieder gemeinsam vor Ort sein und Musik erleben zu können. Das musikalische Niveau war enorm hoch, viele meiner Jurykolleginnen und -kollegen spiegelten mir wider, wie emotional berührt sie waren von dem musikalischen Können der jungen Musikerinnen und Musiker. Die Teilnehmendenzahl am Bundeswettbewerb ist trotz Corona in etwa gleichgeblieben. Die Anmeldungen auf der Regionalebene sind jedoch zurückgegangen. So wird es unsere Aufgabe sein, auch von der Bundesebene aus die Regionalausschüsse zu unterstützen“, sagt der Vorsitzende der Bundes-Jury und des Projektbeirates von Jugend musiziert Prof. Ulrich Rademacher.

2022 begegneten sich die Teilnehmenden in folgenden Wettbewerbskategorien: den Solo-Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug (Percussion, Mallets) und Gesang (Pop), den Ensemble-Kategorien Klavier-Kammermusik, den Duos aus Klavier und einem Blasinstrument, Vokal-Ensemble, Zupf-Ensemble, Harfen-Ensemble, Bağlama-Ensemble und Hackbrett-Ensemble sowie der Besondere Besetzung Alte Musik.

Die Stadt Oldenburg trug sehr zum Gelingen des Bundeswettbewerbs bei schon alleine durch die ideale Größe der Innenstadt: Auf den schönen Plätzen und in den Straßen begegneten sich die Jugend musiziert-Teilnehmenden und -Angehörigen, erkennbar an den Instrumentenkoffern und den Jugend musiziert-Rucksäcken, die der Hauptsponsor von Jugend musiziert, die Sparkassen-Finanzgruppe, für sie bereitgestellt hatte.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist der Hauptförderer von Jugend musiziert. Ergänzt wurde diese Grundsicherung in diesem Jahr durch die Unterstützung aus dem gastgebenden Bundesland Niedersachsen, der Stadt Oldenburg sowie als weiteren Förderern der Stiftung Niedersachsen, der EWE Stiftung, der Oldenburgischen Landschaft und der Barthel Stiftung.

Die Vielfalt der Kulturen verkörpern auch die 44 Schüler*innen und Schüler der Deutschen Schulen im Ausland, die sich für den diesjährigen Bundeswettbewerb Jugend musiziert qualifiziert hatten. Ob aus Portugal oder Ägypten, aus Finnland oder Palästina, aus Dublin oder Rom ­ unter dem Dach von Jugend musiziert trafen sie sich mit Gleichgesinnten zum musikalischen Austausch und sorgen so dafür, dass der Bundeswettbewerb Jugend musiziert mit der Gesellschaft, in der er stattfindet, ständig Schritt hält und in ihr Impulse setzt.

In drei Preisträger*innenkonzerten zeigten die jungen Musiktalente ihr Können im gut besuchten Saal der Weser-Ems-Hallen. Der Bundeswettbewerb Jugend musiziert bedankt sich an dieser Stelle beim diesjährigen Kulturpartner NDR, der in seinen Hörfunk-, Fernsehprogrammen und seinen social media-Kanälen für eine bundesweite Streuung der Jugend musiziert-Aktivitäten sorgte: NDR Kultur zeichnete die drei Konzerte auf und sendet sie in „Podium der Jungen – spezial“ am Donnerstag, 23.06.2022, von 20:00 – 24:00 Uhr.

Rund 40 Stiftungen, private Förderer und Institutionen mit vielfältigen Stiftungszwecken und Förderprofilen ermöglichen eine individuelle Förderung herausragender Musikerinnen und Musiker. Sie erhöhen damit zusätzlich die Attraktivität der Teilnahme am Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Sonderpreise im Gesamtwert von 120.000 Euro standen dieses Jahr bereit, beispielsweise der mit 5.000 Euro dotierte Sonderpreis für Familienensembles der Sparkassen-Finanzgruppe, die attraktiven Jahresstipendien der Jürgen-Ponto-Stiftung oder der Eduard-Söring-Preis in Höhe von 6.000 Euro, den die Deutsche Stiftung Musikleben auslobt. Schauplatz der Übergabe dieser Sonderpreise ist der Festakt am 9. Juni im Kulturzentrum PFL.

129 Mitarbeiter*innnen sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs, 140 Juror*innen in 20 Wertungshäusern bewerteten das Können der 2300 Kinder und Jugendlichen. Für die Wertungsspiele und Konzerte des Bundeswettbewerbs wurden 77 Klaviere und Flügel, 4 Cembali, eine Truhenorgel, 8 Pauken, 5 Marimbaphone, 2 große Trommeln, 3 Vibraphone, 3 Drumsets und ein Xylophon bereitgestellt. Viele Instrumente wurden natürlich auch von den Teilnehmenden mitgebracht.

 

Sendetermin:
23.06.2022, von 20:00 – 24:00 Uhr, NDR Kultur
„Podium der Jungen – spezial“

 

Weitere Termine im Anschluss an den Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2022

16.-27.8.2022:   Deutscher Kammermusikkurs Jugend musiziert in Trossingen

17. / 18.9.2022:  WDR 3-Klassikpreis der Stadt Münster

23. / 24.92022: Wochenende der Sonderpreise (WESPE) in Schwerin

 

Der 60. Bundeswettbewerb Jugend musiziert wird vom 25. Mai – 1. Juni 2023 in Zwickau und Umgebung zu Gast sein.

 

Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Ulrike Lehmann, Projektleitung Jugend musiziert
Tel.: 0228 2091–134, lehmann@musikrat.de

Sabine Siemon M.A., Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 2091–163, siemon@musikrat.de

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

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Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.