Der Deutsche Musikrat legt eine aktualisierte Empfehlung für Honoraruntergrenzen in der Musikalischen Bildung vor

Ab 1. März 2026 empfiehlt der Deutsche Musikrat Mindesthonorare von 56,- Euro für 45 Minuten und 74,- Euro für 60 Minuten Unterricht. Untergrenzen sollten möglichst nicht unterschritten werden. Als angemessen werden Honorare in Höhe von 67,- Euro für 45 Minuten und 89,- Euro für 60 Minuten betrachtet. Die vollständige Empfehlung finden Sie hier.

Musikalische Bildung findet bundesweit in diversen Settings statt, sowohl in sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit als auch auf Honorarbasis. Um bei Tätigkeiten auf Honorargrundlage prekäre Arbeitsverhältnisse zu vermeiden sowie Qualität und Nachwuchs langfristig zu sichern, sind daher verlässliche und auskömmliche Honorare für diesen Bereich von großer Bedeutung.

Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, betont: „Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden eine aktualisierte Empfehlung für Honorarmindeststandards im Bereich der Lehre erarbeiten konnten. Faire Honorare für qualifizierte Angebote sind ein wirksamer Hebel im Engagement gegen den Nachwuchsmangel im Bereich musikpädagogischer Berufe, wie die MiKADO-Musik-Studie aufzeigt. Folglich fordern wir auf, für eine auskömmliche Finanzierung Musikalischer Bildung zu sorgen. Uns ist bewusst, dass die Realität oft anders aussieht, aber diese Empfehlung soll zeigen, was Musikalische Bildung eigentlich wert ist!“

Ziel der aktualisierten Empfehlung für Honoraruntergrenzen ist es, die Anschlussfähigkeit an tarifliche Entwicklungen zu sichern und ein klares Signal für die Wertschätzung musikpädagogischer Arbeit zu setzen. Die Empfehlung richtet sich insbesondere an öffentliche Fördergeber auf kommunaler und Landesebene, freie Auftraggeber, Musikschulen und Hochschulen.

[Anm.: Die Empfehlungen sollen Anwendung im Bereich der aus öffentlichen Mitteln geförderten Projekte und Institutionen finden. In Kenntnis der landesspezifisch und regional unterschiedlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Situation, z.B. an Musikschulen oder Musikhochschulen, sind die Empfehlungen derzeit sicher nicht sofort umsetzbar, sollen aber mit Unterstützung der jeweiligen Mittelgeber sukzessive angestrebt werden.]

 Berlin, 25. Februar 2026

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

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Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.