Migrantische Stimmen, Perspektiven und Inhalte haben ein Anrecht auf Präsenz im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Zu den Schließungsplänen von Radio COSMO

Der WDR hat beschlossen, sein mehrsprachiges, interkulturelles Programm COSMO zum 1. April 2027 einzustellen. Der Rundfunkrat des WDR hat dieser Entscheidung zugestimmt. Damit verliert der Öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) einen zentralen Kanal für Kulturelle wie interkulturelle Vielfalt, Information und mediale Teilhabe. 

Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, betont: „Migrantische Stimmen und Inhalte prägen unsere Gesellschaft – sie müssen daher auch in den Programm- und Reformstrategien der ARD angemessen berücksichtigt werden. Der Deutsche Musikrat fordert einen ARD-Schulterschluss für COSMO 2.0, denn wir brauchen ein Radioprogramm des ÖRR für migrantische Perspektiven! Für viele Menschen mit Migrationsgeschichte ist COSMO bislang der einzige Kanal im ÖRR, der ihre sprachliche, kulturelle und biografische Lebenswirklichkeit in den Mittelpunkt stellt. Jetzt sind Kreativität und Kooperation der Sendeanstalten gefragt unter Einbezug der Erfahrungen und Perspektiven migrantischer Zivilgesellschaft, um auch künftig interkulturellen, mehrsprachigen Programmen eine Präsenz im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu sichern. Denn der Informations-, Bildungs- und Kulturauftrag des ÖRR ist kein ‚Nice to have‘ – er gilt allen Menschen in Deutschland!“

COSMO ist seit 1998 das interkulturelle Hörfunkprogramm von WDR und Radio Bremen, das in Zusammenarbeit mit dem RBB produziert wird. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Organisationen und Verbänden der migrantischen Zivilgesellschaft sowie Unterstützer:innen aus Wissenschaft und Kultur hat der Deutsche Musikrat einen Offenen Brief an die Intendant:innen der ARD für den Erhalt des Programms unterzeichnet.

Berlin, 11. Juni 2026

 

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

Die zahlreichen Vorteile einer Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat e.V. für Sie zusammengestellt. 

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Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.