Das Blutvergießen muss enden

Aufruf zum gemeinsamen Singen und Musizieren für Frieden am Jahrestag des Angriffskriegs auf die Ukraine

Am 24. Februar 2023 jährt sich der Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine. Etwa 14 Millionen Ukrainer*innen sind seitdem aus ihrer Heimat geflohen, zehntausende ukrainische Soldaten und Zivilisten wurden getötet, weite Teile des Lands liegen in Trümmern. Ein Ende dieser Katastrophe ist noch unabsehbar. Der Deutsche Musikrat ruft gemeinsam mit der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ dazu auf, mit musikalischen Mitteln am oder rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns ein Zeichen der Einheit, Solidarität und des festen Glaubens an eine friedvolle Zukunft zu setzen.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Ein Jahr unvorstellbaren Grauens liegt hinter der Ukraine. Der Zustand des Kriegs darf nicht zur ‚Normalität‘ werden. Lasst uns stattdessen immer wieder und mit vereinten Stimmen unsere gemeinsamen europäischen Werte bekräftigen und Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern demonstrieren. Im gemeinsamen Singen und Musizieren zum Jahrestag des Kriegsausbruchs, ob im privaten Kreis zuhause oder als Initiativen auf öffentlichen Plätzen in diesem Land, können wir als Gesellschaft bekräftigen: Wir wollen Frieden – das Blutvergießen muss enden!“

Hierzu Bernd Oettinghaus, Initiative 3. Oktober – Deutschland singt und klingt: „Gäbe es nicht eine andere Möglichkeit, unserer Ohnmacht und Angst nach einem Jahr – statt sie weiter zu verdrängen und ihr mit Wut und Ärger Luft zu machen – Ausdruck zu verleihen? Wir können den Krieg nicht einfach beenden. Aber wir machen gemeinsam Mut, den starken Wunsch für Frieden laut und solidarisch, aber auch hoffnungsvoll durch Musik in die Öffentlichkeit hineinzutragen, wie es in den letzten Jahren vielerorts am 3. Oktober getan wurde. Unser Aktionsmotto ‚Die Hoffnung lebt zuerst‘ verdeutlicht im gemeinsamen offenen Singen unseren Zusammenhalt mit den hier lebenden Kulturen und im Besonderen auch mit den Schutzsuchenden aus der Ukraine. Musik hilft, einen Weg für Versöhnung und Heilung zu zeigen, wie Yehudi Menuhin formulierte: ‚Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn alle aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik, heilen sie zugleich auch die äußere Welt.‘“

Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ stellt für die Aktion ein Paket von sechs Hoffnungs- und Friedensliedern, zum Teil auch auf Ukrainisch, inklusive Noten, Audiodateien zum Einüben der Singstimmen und Playbacks zur Verfügung. Die Lieder können Sie nach einer Anmeldung hier downloaden.

Berlin, 08. Februar 2023

Ich bin ...

Musiker*innen können in den Ensembles des Deutschen Musikrates mitsingen oder mitspielen, dem Bundesjugendorchester, dem Bundesjazzorchester und dem Bundesjugendchor, an Wettbewerben teilnehmen. Mit vier weiteren Projekten im Bereich Förderung unterstützt der Deutsche Musikrat junge hochtalentierte Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Interpret*innen zeitgenössischer Musik sowie Popmusiker*innen auf ihrem Weg in ein professionelles Musikerleben und schlägt eine Brücke zwischen Musiker*innen, Veranstalter*innen und Publikum. Zudem bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.

 

 

Der Deutsche Musikrat ist Träger der Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche: Jugend musiziert und Jugend jazzt, der Wettbewerbe für professionelle Musiker*innen: dem Deutschen Musikwettbewerb, dem German Conducting Award (ehem. Deutscher Dirigentenpries) sowie dem Deutschen Chordirigent*innenpreis sowie den Wettbewerben für Amateurmusiker*innen: dem Deutschen Chorwettbewerb und dem Deutschen Orchesterwettbewerb.

Der Deutsche Musikrat e. V. ist Sprachrohr und Impulsgeber musikpolitischer Themen für seine Mitglieder.

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Zur Förderung der jungen Musiker*innen und Musiker in den Ensembles des Deutschen Musikrates gehört auch das Konzertieren auf der Bühne vor Publikum. Anfragen für Engagaments nehmen die Projektletiter*innen gern entgegen. Durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb werden im Jahr ca. 200 Konzerte an Konzertveranstalter und Konzertreihen vermittelt.

Musikpädagog*innen finden Konzepte und Arbeitsmaterialien für den Musikunterricht bei den Vermittlungsprojekten des Podium Gegenwart. Aktuelle musikpolitische Entwicklungen und Studien finden sich im Themenbereich „Musikalische Bildung“ sowie Fachbeiträge dazu beim Deutschen Musikinformationszentrum.

Mit dem Deutschen Musikinformationszentrum bietet der Deutsche Musikrat eine zentrale Informationsstelle zu allen Themen des Musiklebens.