Porträt-Album „crunch“ von Eloain Lovis Hübner 

Neue CD in der Edition Zeitgenössische Musik, eingespielt unter anderem vom Arditti Quartet

Eloain Lovis Hübner © Brigitte Fink 

Es knirscht, raschelt, rauscht, rattert, blubbert auf dem neuesten CD-Album der Edition Zeitgenössische Musik (EZM), das Komponist:in Eloain Lovis Hübner porträtiert. Das Arditti Quartet, airborne extended und das Trio Lange//Berweck//Lorenz erzeugen mit ihren Instrumenten und allerlei Alltagsmaterialien eine große Vielfalt an Klängen. Herausgegeben wird die Porträt-CD von Podium Gegenwart | Deutscher Musikrat beim Label Wergo. 

Eloain Lovis Hübner studierte Komposition in Köln, Dresden und Oslo bei Johannes Schöllhorn, Manos Tsangaris, Stefan Prins und Trond Reinholdtsen sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen u. a. bei Heiner Goebbels. Hübner begreift Klang nicht als gesichertes Material, sondern als Zustand oder „als lebendige Relation zwischen Körpern – instrumental, vokal oder elektronisch“, wie Bookletautorin Sophie Emilie Beha beschreibt. „Die Musik bleibt stets in Bewegung, zieht an, stößt ab, kippt, schimmert, bricht auf und setzt sich neu zusammen. Sie schafft Räume, in denen Hören selbst zu einer körperlichen Erfahrung wird: fokussiert, fragil und dabei voller Energie.“

Die Werkreihen „crunch modes“ und „Trauma und Zwischenraum“ stehen im Zentrum der Porträt-CD. „crunch modes 1.0“ und „crunch modes 3.0“ offenbaren zunächst, was typisch ist für Hübners Komponieren – sie zoomen zwischen Mikro- und Makroorganismen und bewegen sich zwischen Struktur und Kontrollverlust, Akkumulation und Zerfall, Radikalität und Zartheit. „Trauma und Zwischenraum“ entstand unter den Eindrücken der Corona-Pandemie und nimmt drei ganz unterschiedliche Besetzungen in den Blick: im ersten Werkteil Blockflöte, Flöte, präparierte Harfe und Cembalo des Ensembles airborne extended. Im zweiten Teil tauschen die Musiker:innen des Arditti Quartet den Bogen gegen Schneebesen, Korken oder Zahnbürste und erschaffen damit akustische Metaphern. Beim dritten Teil, interpretiert vom Trio Lange//Berweck//Lorenz, kommen hybride Klangkörper wie Akkordeon plus Effektgerät oder Korg MS 20 Mini mit E-Gitarre zum Einsatz.

In „[untitled]“, dem einzigen Vokalwerk der CD, beschäftigt sich AuditivVokal Dresden mit Nonsens-Rede, Geräuschimitation und Filmsprache, die sich auf die legendäre Flughafenszene des Films „Casablanca“ beziehen.

Die Aufnahmen entstanden überwiegend in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk. Dieser sendet dazu am 2. Mai 2026 um 22:05 Uhr eine Porträtsendung im „Atelier neuer Musik“.

Samstag, 2. Mai 2026, 22:05 Uhr
Deutschlandfunk, „Atelier neuer Musik“
Porträtsendung Eloain Lovis Hübner


Mit den Porträts, die seit 1986 als CDs beim Label Wergo und seit Kurzem auch als Online-Veröffentlichung plus Print-Booklet veröffentlicht werden, fördert Podium Gegenwart aufstrebende Komponist:innen mit einer musikalischen Visitenkarte.

Porträt von Eloain Lovis Hübner auf der Website von Podium Gegenwart:
https://www.podium-gegenwart.de/eloain-lovis-huebner 

Porträt-CD bei WERGO/ Schott:
https://www.schott-mus...94527.html Weitere Veröffentlichungen der Edition Zeitgenössische Musik im Podium Gegenwart | Deutscher Musikrat.

Kontakt:
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Olaf Wegener, Projektleitung Podium Gegenwart
Tel.: 0228 – 2091 177, wegener@musikrat.de

Sabine Siemon, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 – 2091 163, siemon@musikrat.de 
 

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