Klangerforschung und Computerspiel

Der European Workshop for Contemporary Music des Deutschen Musikrats in Warschau

 

Der European Workshop for Contemporary Music fördert den Kulturaustausch in Europa durch Arbeitsphasen und Aufführungen neuer Musik, dieses Jahr wieder in Warschau.

Von heute bis zum 24. September 2026 findet der 23. European Workshop for Contemporary Music (EWCM), ein Kooperationsprojekt des Podium Gegenwart | Deutscher Musikrat mit dem Festival Warschauer Herbst, statt. Ziel des Projekts ist die Förderung des kulturellen Austauschs in Europa durch die Erarbeitung und Aufführung anspruchsvoller Konzertprogramme mit neuer Musik mit jungen Musiker:innen aus Deutschland und Polen. Neben aktuellen Ensemblewerken der in Deutschland arbeitenden Komponistinnen Eloain Lovis Hübner, Farzia Fallah und Yiran Zhao stehen 2026 mit Adrianna Kubica-Cypek und „The Game“ von Przemysław Pacek zwei polnische Komponist:innen mit Uraufführungen auf dem Programm. Das Abschlusskonzert am 25. September 2026 beim Festival Warschauer Herbst wird live im polnischen Rundfunk übertragen.

Die einwöchige Arbeitsphase des EWCM unter der Leitung von Prof. Rüdiger Bohn findet in der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität Warschau statt. Als lnstrumentalcoaches geben dieses Jahr wieder die Mitglieder des Ensemble Recherche aus Freiburg Tipps zu Interpretation und zeitgenössischen Spieltechniken. Während sich Adrianna Kubica-Cypeks mit dem Verschwinden von Klang auseinandersetzt, geht es bei der neuen Komposition von Przemysław Pacek tatsächlich – wie der Name „The Game“ verspricht – um ein multimediales Computerspiel, das die Musiker:innen mit ihren Instrumenten steuern. Farzia Fallah, wie Hübner und Zhao Auswahlkomponistin der Edition Zeitgenössische Musik des Podium Gegenwart, sucht in „I did not paint the war. I lived the war“ (2025) nach einer klanglichen Sprache für aktuelle, kaum erzählbare Erfahrungen. Alle Komponistinnen werden vor Ort die Probenarbeit des EWCM begleiten.

Der European Workshop schafft in Warschau einen Raum für kulturellen Austausch unter jungen Menschen, bei dem zeitgenössische Musik nicht nur aufgeführt, sondern gemeinsam erforscht wird: als lebendiger Prozess des Hörens, Reagierens und Miteinander-Musizierens. Das Projekt hat inzwischen nachhaltige Spuren in der Ensemblelandschaft beider Länder hinterlassen und wird gefördert vom Goethe-Institut und von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Abschlusskonzert:
25. September 2026, 19:30 Uhr
Witold Lutosławski Concert Studio of Polish Radio
European Workshop for Contemporary Music
Rüdiger Bohn Leitung
Przemysław Pacek Elektronik in „The Game“
Marta Dawidiuk Visualisierungen in „The Game“
Jan Gładkowski, Jakub Kaczmarczyk, Aleksandra Bielecka, Grzegorz Bieńko Klangregie 

Konzertprogramm:
Przemysław Pacek (*1999)
The Game no. 1 adaptation (2026) für Ensemble, Elektronik und Videoprojektion
(Uraufführung, Auftragswerk Warschauer Herbst)

Adrianna Kubica-Cypek (*1996)
The Library of Disappearing Sounds (2026) für Kammerorchester
(Uraufführung, Auftragswerk Warschauer Herbst)

Eloain Lovis Hübner (*1993)
Masse und Bewegung 1 (2018/19) für Ensemble 

Przemysław Pacek
The Game no. 2 adaptation (2026) für Ensemble, Elektronik und Videoprojektion 

Yiran Zhao (*1988)
fictional nonfiction II (2024) für großes Ensemble und Elektronik

Przemysław Pacek
The Game no. 3 adaptation (2026) für Ensemble, Elektronik und Videoprojektion 

Farzia Fallah (*1980)
I did not paint the war. I lived the war. – une Aubade (2025) für Ensemble

Änderungen vorbehalten!

Das Konzert wird live im polnischen Radio gesendet.

Karten gibt es unter diesem Link:
https://warszawska-jesien.art.pl/en/2026/programme/programme/25-09/ewcm 

Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Olaf Wegener, Projektleitung Podium Gegenwart
Tel.: 0228 – 2091 177, wegener@musikrat.de

Sabine Siemon, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 – 2091 163, siemon@musikrat.de