Musikrat

Prof. Dr. Dörte Schmidt

Dörte Schmidt studierte Schulmusik, Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Hannover, Berlin und Freiburg. 1992 wurde sie bei Hermann Danuser an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau promoviert (Lenz im Zeitgenössischen Musiktheater. Literaturoper als kompositorisches Projekt bei Bernd Alois Zimmermann, Friedrich Goldmann, Wolfgang Rihm und Michèle Reverdy, Stuttgart 1993). Danach war sie Stipendiatin der Paul-Sacher-Stiftung in Basel sowie des DAAD und der Maison des Sciences de l'Homme in Paris. Ab Dezember 1992 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, später als Wissenschaftliche Assistentin von Werner Breig am musikwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Von Oktober 1995 bis September 1997 war sie beurlaubt für ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Forschungsaufenthalten in Wien und Paris. 1997 folgte die Habilitation in Bochum (Armide hinter den Spiegeln. Lully, Gluck und die Möglichkeiten der dramatischen Parodie, Stuttgart 2001). Nach Vertretungen in Freiburg, Bochum und Stuttgart war Dörte Schmidt von 2000 bis 2006 Professorin für Musikwissenschaft an der Musikhochschule Stuttgart, seit WS 2006 ist sie Professorin für Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin.

Von 2002 bis 2005 war Dörte Schmidt als Schriftleiterin der Zeitschrift „Die Musikforschung“ verantwortlich für den Aufsatzteil. 2005 bis 2009 war sie Schriftführerin der Gesellschaft für Musikforschung, seit September 2009 ist sie deren Vize-Präsidentin. Seit November 2010 ist sie überdies Vize-Präsidentin des Landesmusikrates Berlin. Sie ist Mitglied im editorial board der Zeitschrift „Acta Musicologica“, im Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ an der UdK, ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und leitet u.a. derzeit durch die DFG geförderte Forschungsprojekte zur Bedeutung von Exil und Remigration für die Musikkultur in Nachkriegsdeutschland und (gemeinsam mit Pietro Cavalotti) zu den Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt. 

Weitere Informationen und eine Publikationsliste finden Sie hier. Ihren aktuellen Beitrag „Grundrechte versus Ökonomisierung. Wozu gibt sich ein demokratisches Staatswesen einen Kulturauftrag?" in der neuen musikzeitung können Sie hier abrufen.