Musikrat

Prof. Martin Maria Krüger

Martin Maria Krüger, geboren 1954 in Solingen, studierte Gitarre und Schlagzeug und konzertierte anschließend international unter anderem als Duopartner von Siegfried Behrend im Deutschen Gitarrenduo. Er war Direktor der früheren Konservatorien in Würzburg und München und, gemeinsam mit Maurice Lausberg, Leiter des Instituts Kulturmanagement und Medien an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er weiterhin Kulturpolitik lehrt. Krüger ist seit 2003 Präsident des Deutschen Musikrates und seit 2016 Vorsitzender des Musikfonds e.V. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Martin Maria Krüger vom Landesmusikrat NRW sowie von Ehrenmitglied Rüdiger Grambow.

Warum kandidieren Sie als Präsident?
Die aktuelle große Aufgabe besteht darin, mit aller Kraft die „Eiszeit“ der Pandemie zu überwinden und den Musizierenden, Musikschaffenden, Veranstaltenden, den Lehrenden und Lernenden, den Musik und Instrumente Produzierenden und Handelnden, ebenso aber den Musikliebenden das Musikleben als Live-Erlebnis zurückzugewinnen. Hierzu will ich an der Spitze des Deutschen Musikrates meinen Beitrag leisten.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit als Präsident besonders hilfreich sein?
Kulturelle Vielfalt, ernst gemeint, bedeutet: Lust an der Verschiedenartigkeit! Aber: Keine Hierarchien zwischen Profis und Amateuren, zwischen Musikgattungen, großen und kleinen Verbänden, zwischen Geschlechtern, ethnischen oder anderweitigen Zugehörigkeiten. Mein Beitrag: Begegnung suchen, Brücken schlagen, Interessen zusammenführen und im Dialog nach innen und außen vertreten.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Das Musikleben muss sich im Kontext gesellschaftspolitischer Themen weiterentwickeln in der ausdrücklichen Bejahung und kreativen Umsetzung der grundlegenden Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Diversität. Die Kulturelle Vielfalt muss erhalten, ihre Bereicherung um Neues gefördert werden.  

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
Jeweils als Gitarrist (Wenn ich nochmal so jung wäre …): Im einzigartigen Bundesjugendorchester mit Gustav Mahlers 7. Sinfonie; im wegweisenden European Workshop for Contemporary Music im Warschauer Herbst unter Rüdiger Bohn. – Oder, alterslos, als Sänger im Bass von einem der großartigen Amateurchöre im Deutschen Chorwettbewerb.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
Am Abend in der Kölner Philharmonie das Preisträgerkonzert des Deutschen Dirigentenpreises.