Musikrat

Prof. Dr. Dörthe Schmidt

Dörte Schmidt ist Professorin für Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Sie leitet unter anderem die Bernd Alois Zimmerman Gesamtausgabe in der Trägerschaft der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, deren Mitglied sie auch ist. Sie ist derzeit Präsidentin der Gesellschaft für Musikforschung, Vizepräsidentin des Landesmusikrates Berlin, Mitglied im Präsidium des Deutschen Musikrates, Sprecherin der Untergruppe Kulturerbe des Bundesfachausschusses Vielfalt und Mitglied im Beirat des Deutschen Musikinformationszentrums. Im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur hat sie das Konsortium NFDI4Culture maßgeblich mit auf den Weg gebracht und ist dort jetzt Chairperson des Advisory Council. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Dörte Schmidt von der Gesellschaft für Musikforschung sowie vom Landesmusikrat Berlin.

Warum kandidieren Sie für das Präsidium?
Musik gehört in jeder Form zu unserer demokratischen Gesellschaft – auch und gerade im Zeitalter des Digitalen. Die Verbindung von Kunst, Kultur und Wissenschaft ist mir ein zentrales Anliegen. Die Verbindung von DMR-Präsidium und Gesellschaft für Musikforschung hat eine lange und kultur- wie wissenschaftspolitisch fruchtbare Tradition, die ich weiterführen möchte.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit im Präsidium besonders hilfreich sein?
Es war und ist mein Anliegen, die verschiedenen Netzwerke, denen ich angehöre bzw. vorsitze, in Austausch zu bringen, und die in vieler Hinsicht unterschiedlichen Erfahrungen, die ich als Funktionsträgerin darin jeweils sammeln konnte, wechselseitig produktiv zu machen.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Für mich stehen derzeit zwei Themen im Fokus: Die Bedeutung von Musik und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt und Diversität für die demokratische Verfasstheit unserer Gesellschaft und die aktive Gestaltung einer vielfältigen Musikkultur unter den Bedingungen der Digitalisierung.

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
Unter den DMR-Projekten ist und bleibt das MIZ dasjenige, an dem ich mich beteiligen möchte.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
Nach der Wahl höre ich – in jedem Falle – Rainald Grebes „Volkslieder singen“ und Danger Dans „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt".