Musikrat

Wilhelm Mixa

Wilhelm Mixa, geboren 1952 in Passau, ist Akademischer Direktor a.D., Diplom-Theologe und Assessor für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen. Er war von 1999-2008 Stadtrat in Passau sowie langjährig Vorstandsmitglied der Festspiele Europäische Wochen Passau e.V. und Vorsitzender der Volkshochschule Passau Stadt e.V. Seit Gründung des kommunalen Zweckver-bandes der Volkshochschule 1993 ist er dessen stellvertretender Vorsitzender sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Weiterbildungsakademie in Dresden und Chemnitz und des Bildungs- und Servicezentrums für Europa in Passau. Mixa betreibt das Label Symicon und leitet verschiedene CD-Projekte schwerpunktmäßig im Bereich Kirchen- und Orgelmusik. Seit 1993 ist er als Bundesschatzmeister Mitglied des Präsidiums des Deutschen Tonkünstlerverbandes. Mixa engagiert sich außerdem als Mitglied im Präsidium des Deutschen Musikrates, im Aufsichtsrat der DMR gGmbH sowie im Bundesfachausschuss Arbeit und Soziales. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Wilhelm Mixa vom Deutschen Tonkünstlerverband.

Warum kandidieren Sie für das Präsidium?
Das Bewusstsein, dass Musik und Kultur eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft sind, motiviert mich, mich weiter im Deutschen Musikrat zu engagieren. Ich möchte zur Verbesserung der sozialen Belange und Steigerung der Wertschätzung der Arbeit der im Musikbereich Tätigen beitragen. Am Herzen liegen mir die Vertretung der Interessen der Musikschaffenden, vor allem im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit im Präsidium besonders hilfreich sein?
Durch meine Gremien- und Aufsichtsratstätigkeiten habe ich vertiefte Erfahrungen im Management gemeinnütziger Organisationen, insbesondere in Finanzierungsfragen. Als langjähriger Kommunalpolitiker bin ich auch auf dem politischen Parkett erfahren. Zu meinen Eigenschaften zählen die zielorientierte Arbeit, die Kritikfähigkeit und das Arbeiten im Team. Es ist meine Art, auch unangenehme Dinge anzusprechen und nicht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Ein wesentliches Thema ist sicher der Ausbau der Künstlersozialkasse zu einem echten Sozialträger, insbesondere mit auskömmlicher Altersversorgung. Ein wichtiges Zukunftsthema ist außerdem die Stärkung der Position der Musikpädagoginnen und -pädagogen an öffentlichen und privaten Musikschulen, insbesondere im Hinblick auf eine der Ausbildung angemessene Bezahlung. Im Zuge von Corona müssen der Bereich der Elementaren Musikpädagogik und die Musikalische Früherziehung gestärkt werden, um speziell auch im Bereich der Amateurmusik nachhaltig Nachwuchs zu generieren.

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
In meinen jungen Jahren wäre es der Bundesjugendchor gewesen. Das Chorwesen hat mich immer fasziniert, da Chöre außerordentlich gemeinschaftsstiftend sind und der Chorgesang auch ein wesentliches Element der christlichen Liturgie ist, insbesondere in Kombination mit der Orgel. Zurzeit begeistert mich das vom Musikrat initiierte Projekt „Orgelmusik in Zeiten von Corona“; hier könnte ich mir gut Folgeprojekte vorstellen.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
Sollte ich wieder in das Präsidium des Deutschen Musikrates gewählt werden, werde ich die „Gran Partita“ von Mozart genießen.