Musikrat

Mario Müller

Mario Müller absolvierte Ausbildungen zum Versicherungskaufmann und als Orgel- und Keyboardlehrer. 1989 gründete er „Marios Musikschule“, die er 1995 in eine GmbH erweiterte und 2005 zu einer gGmbH umstrukturierte. Seit 2009 engagierte er sich als Landesvorsitzender des Bundesverbands der Freien Musikschulen (bdfm) NRW, seit 2014 ist er Vorstandsvorsitzender des bdfm. Für seine Aktivitäten erhielt Mario Müller 2021 den Mittelstandspreis der IHK Bonn/Rhein-Sieg „Ludwig“ in der Kategorie Corona-Management. Er ist zudem mit der Orgel und der Steirischen Harmonika als Musiker aktiv und begeistert sich als Mitglied eines internationalen Kochclubs auch für die Kultur der Kulinarik. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Mario Müller vom Bundesverband der Freien Musikschulen.

Warum kandidieren Sie für das Präsidium?
Durch meine Tätigkeit im bdfm habe ich festgestellt, dass die „Musikszene“ im politischen Feld sehr im „Klein-Klein“ gefangen ist. Um politisch größeres Gewicht zu bekommen, muss es gelingen, alle Akteure zu bewegen, an einem Strang zu ziehen. Der DMR kann hierfür genau das Dach sein, unter dem sich alle versammeln könnten. Eine Herausforderung dabei ist die Koexistenz und Balance von Kulturwirtschaft und staatlichen Kultureinrichtungen. Vom Gelingen dieser Koexistenz hängt die Zukunft unserer Kultur- und Musiklandschaft ab. An dieser Stelle möchte ich meine Ideen und Erfahrungen einbringen.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit im Präsidium besonders hilfreich sein?
In meiner Vorstandszeit beim bdfm haben wir den Verband grundlegend reformiert, umstrukturiert und professionalisiert. Das Netzwerk des Verbandes wurde dadurch stark ausgebaut. Dies gelang durch Teambuilding, ausdauernde Gesprächsführung und Moderation unterschiedlichster Positionen. Als gebürtiger Rheinländer liegt das Motto „Jeder Jeck is anders“ in meiner DNA. Das heißt für mich: Mit jedem Gespräche führen, Gemeinsamkeiten finden und gemeinsam nutzen.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Ich möchte gerne die musikalische Bildungslandschaft dazu bewegen, sich den großen Veränderungen zu stellen. In der Corona-Zeit haben wir gesehen, wie viel Potenzial dort vorhanden ist und wo die Schattenseiten sind. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Institution Musikschule sich in zehn Jahren nochmals sehr stark verändern wird und auch muss. Wenn wir es nun schaffen, das existierende Musikschulnetzwerk zu nutzen, können wir die Bildungschancen im Bereich Musik verbessern und die musikalische Vielfalt erhalten und sogar ausbauen.

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
„Jugend musiziert“ fände ich als Teilnehmer mal ganz spannend. Als Kind konnte ich nicht teilnehmen, da die E-Orgel als Instrument nicht im Wettbewerb zugelassen war. Somit kamen nur andere Wettbewerbe für E-Organisten in Frage. Heute ist dieses Instrument wieder ein Exot und daher würde ich einer Jury gerne einmal zeigen, dass gerade orchestrale Filmmusik auf diesem Instrument eine wirklich tolle Sache ist.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
„Gardenparty“ von Mezzoforte!