Musikrat

Silke D’Inka

Silke D’Inka ist Bundesdirigentin des Deutschen Harmonika-Verbands e.V. (DHV), wo sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagiert, sowie Mitglied im Fachbereich Orchester im Bundesmusikverband Chor und Orchester e.V. Daneben ist sie Geschäftsführerin des herausragenden und reisefreudigen Akkordeon-Landesjugendorchesters Baden-Württemberg, war zuvor dessen Konzertmeisterin und auch bereits über zwei Jahre seine musikalische Leiterin. Studiert hat sie am Hohner-Konservatorium Trossingen mit den Hauptfächern Akkordeon, Dirigieren und Elementare Musikpädagogik und absolvierte im Anschluss daran Solistenklassen in Dirigieren und Arrangement. Zudem studierte sie Musikwissenschaft und Psychologie an der Universität Freiburg. D’Inka lebt in Freiburg und arbeitet als selbstständige Musikpädagogin, Dirigentin und Solistin. Ihre Tätigkeit beinhaltet den Instrumentalunterricht ab dem Vorschulalter und die Stärkung der Amateurorchestermusik, aber auch die Arbeit mit Auswahlorchestern, Profis und musikpolitischen Verbänden. Sie blickt auf zahlreiche Konzertaktivitäten in Europa, USA, Australien, China, Indien, Costa Rica und Russland zurück. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Silke D’Inka vom Deutschen Harmonika-Verband e.V.

Warum kandidieren Sie für das Präsidium?
Wir müssen allen Generationen eine Perspektive geben, dass Musik sich (immer noch) lohnt. Dafür braucht es ein gesellschaftliches Umdenken und es liegt an den Verbandsgremien, hier und jetzt die richtigen Impulse zu setzen. Unsere Kinder sollen bei Musik nicht zuerst an TikTok denken. Vielmehr gilt es, ihnen die Faszination des Musizierens und ein neues Gemeinschaftsgefühl glaubhaft zu vermitteln.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit im Präsidium besonders hilfreich sein?
Ich kenne das Musikleben aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und habe einen reichen interkulturellen Erfahrungsschatz. Freude an der Musik zu vermitteln, ist mein Beruf, Humor und Motivation sind meine steten Begleiter. Wer Konzertreisen und Fördermittel organisiert, ist hohe Hürden gewohnt und benötigt Fingerspitzengefühl sowie Beharrlichkeit und muss mit Kompetenz überzeugen.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Bessere Förderung der Nachwuchsarbeit: Die Jugend braucht attraktive und bezahlbare Angebote, die Bedeutung der musikalischen Bildung in Schulen muss mehr in den Vordergrund rücken. Stärken möchte ich auch den interkulturellen Austausch. Unsere Vielfalt gilt es zu erhalten und erweitern: Gegensätzliches bereichert, wenn man es integriert und gewinnbringend verbindet.

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
Toll fände ich die Mitwirkung beim Forum Dirigieren und im Bundesjugendorchester, da sich hierin viele meiner Interessen vereinen ließen und ich die Orchesterarbeit liebe. Mit Jugend musiziert, dem Deutschen Orchesterwettbewerb und NEUSTART KULTUR bin ich schon verbunden und würde gerne weiter dazu beitragen. Spannend wäre ein Engagement im Fachausschuss Vielfalt.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
Mit der Festiven Ouvertüre von Dmitri Schostakowitsch.