Musikrat

Gerhard A. Meinl

Gerhard Meinl, geboren 1957, ist Rechtsanwalt und Metallblasinstrumentenmacher in der 7. Generation. Als Geschäftsführer vereinte er die Blechblas- und Signalinstrumentenfabrik in sächsischen Markneukirchen-Klingenthal mit der Firma Buffet Crampon SAS Frankreich. Dort, ebenso wie bei diversen anderen Gesellschaften, ist Meinl nun Mitglied im Aufsichtsrat. Ehrenamtlich engagiert er sich seit 35 Jahren im Stadtrat sowie seit 19 Jahren als stellvertretender Bürgermeister in Geretsried. Seit 1998 ist er 1. Vorsitzender des Bundesverbandes deutsche Musikinstrumentenhersteller und leitet damit verbunden die Akademie für Musikpädagogik. Weiterhin ist er stellvertretender Stiftungspräsident des Frankfurter Musikpreises, Vorsitzender des Dachverbandes Musikwirtschaft und Delegierter im Europäischen Verband, 2. Vorsitzender des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen sowie sozial engagiert in einer großen Behinderten- und Suchthilfeeinrichtung und im Rotary Gemeindienst. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Gerhard Meinl vom Bundesverband der deutschen Musikinstrumentenhersteller.

Warum kandidieren Sie für das Präsidium?
Um alle Projekte des Deutschen Musikrates mit zu tragen und auch in Zukunft zu sichern, gerade mit den Herausforderungen der Pandemie. Dabei ist die Musik als prägend und notwendig für die Gesellschaft darzustellen – es braucht eine Lobby für alle Belange der Musik in der Politik. Besonders wichtig ist, dass wir mehr Menschen aktiv für die Musik gewinnen und dies möge mit dem Musikunterricht in den Regelschulen beginnen.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit im Präsidium besonders hilfreich sein?
Um meine Arbeit im Präsidium und der gGmbH fortzuführen, werden mein juristischer und wirtschaftlicher Sachverstand und meine Kenntnissen der internationalen Musikwelt, insbesondere der Musikwirtschaft und der Vernetzung dort, von Bedeutung sein.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Haltung – ohne jeder Sau hinterher zu rennen, die gerade durch das Dorf getrieben wird.

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
An einer Reise des Bundesjazzorchesters, weil ich dieses Orchester liebe, gerade weil es sich in der Zusammensetzung ständig verändert, dynamisch und vielfältig ist. Einfach großartig.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
„Mein Leben – Meinl eben“ von Mark Gaal, Phil Blech Wien, 1842.