Musikrat

Dr. Stefan Donath

Stefan Donath studierte Theaterwissenschaft, Publizistik und Politik und war von 2012-2020 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Forschungskolleg „Interweaving Performance Cultures“, Freie Universität Berlin tätig. Seit Juli 2020 ist er Geschäftsführer des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO) in Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Kommunikation und Lobbyarbeit, Gremiensitzungen und Themenführung im Fachbereich Chor. Daneben engagierte er sich langjährig im „Freie Volksbühne Berlin e.V.“. Donath ist seit 2006 Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe) sowie Autor und Herausgeber zahlreicher Fachartikel zur politischen Bedeutung des Chores. Für die Präsidiumswahl nominiert wurde Stefan Donath vom Bundesmusikverband Chor & Orchester.

Warum kandidieren Sie für das Präsidium?
Als Geschäftsführer des BMCO und Mitglied der KuPoGe bringe ich mich gern in kulturpolitische Diskussionen ein, entwickle Konzepte und liebe es, unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zu vernetzen. Ich stehe in Gesprächen mit kulturpolitischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus Politik und Verbänden und brenne für die Bedeutung gemeinsamen Musizierens. Als Geschäftsführer des BMCO möchte ich die Sichtbarkeit der Amateurmusik auch im Präsidium des DMR erhöhen. Mit dem Input aus unserem Dachverband kann ich der musikpolitischen Arbeit des DMR neue Impulse geben.

Welche Erfahrungen und Eigenschaften werden für Ihre Arbeit im Präsidium besonders hilfreich sein?
Als Geschäftsführer des BMCO stehe ich in engem Kontakt mit kulturpolitischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern und den Musikverbänden der Amateurmusik. In meine Arbeit im Präsidium des DMR soll diese Erfahrung in der Lobbyarbeit ebenso einfließen wie mein Gespür, zwischen unterschiedlichen Positionen zu vermitteln, zuzuhören und zielorientierte Ergebnisse zu erzielen. Themenfelder, in denen ich mich aufgrund meiner Berufserfahrung und Fachexpertise besonders einbringen möchte, sind: Kulturelle Vielfalt, musikalische Bildung, internationale und interkulturelle Zusammenarbeit sowie auswärtige Musikpolitik.

Mit welchen Zukunftsthemen wollen Sie das Musikleben in den kommenden vier Jahren verändern?
Musik lebt von Vielfalt. Deshalb möchte ich gesellschaftspolitisch bedeutsame und naheliegende Themen wie Diversity, Inklusion, Digitalität und Nachhaltigkeit stärker in die musikpolitische Debatte einbringen. Dafür will ich dazu beitragen, die Kooperationen des DMR weiterzuentwickeln und neue Partnerschaften mit anderen kultur- und gesellschaftspolitischen Institutionen, aber auch der Privatwirtschaft einzugehen. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, auch die Politik bei Sicherung und Erhalt unserer bedeutenden Musiklandschaft in Deutschland stärker in die Pflicht nehmen.

An welchem DMR Projekt würden Sie gern selbst einmal teilnehmen und warum?
Als verantwortlicher Geschäftsführer für die Themenführung im Fachbereichsrat Chor des BMCO möchte ich mich vordringlich in folgenden Projekten engagieren: Deutscher Chorwettbewerb, Jugend musiziert, Bundesjugendchor, PopCamp. Hierbei sehe ich viele positive Anknüpfungspunkte gerade im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und bei der zusätzlichen Bewerbung und Bekanntmachung der Initiativen.

Mit welchem Stück/Song feiern Sie nach der Wahl?
„Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt.“ von Danger Dan.