Musikpolitik

Einheit durch Vielfalt - Kirche macht Musik

Kongress in Berlin vom 14. bis 17. Oktober 2010

Der Deutsche Musikrat initiierte gemeinsam mit den Vertretern der kirchenmusikalischen Spitzenverbände im Oktober 2010 die Aktion „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“. Ziel war es, den Reichtum und die Fülle der Kirchenmusik in Deutschland aufzuzeigen, ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft sowie für das Individuum zu vermitteln und ihre gesellschaftspolitische Wirkungskraft deutlich zu machen, um die Rahmenbedingungen der Kirchenmusik nachhaltig zu verbessern.

Der Kongress „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“, der vom 14. bis 17. Oktober 2010 in Berlin veranstaltet wurde, befasste sich schwerpunktmäßig mit der gesamtgesellschaftlichen Rolle der Kirchenmusik, dem Berufsalltag der Kirchenmusiker und der musikalischen Vielfalt von Kirchenmusik. Teilnehmer des Kongresses waren Multiplikatoren des (Kirchen-)Musiklebens in Deutschland: Geistliche, Politiker, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, interessierte Privatpersonen und Repräsentanten des Musiklebens. In Grußworten von Prof. Martin Maria Krüger, Dr. Petra Bahr und Impulsreferaten von Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky, Pröpstin Friederike von Kirchbach, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Dr. Reinhard Höppner, Dr. Daniel Deckers und Dr. Jochen Arnold wurde die Kirchenmusik von unterschiedlichen Seiten beleuchtet und ihre Bedeutung für den kirchlichen Alltag, die Kulturelle Vielfalt in Deutschland sowie die Gesellschaft und das Individuum herausgestellt.
Es fanden Arbeitsgruppen zu den folgenden Themen statt:

  • Die Spannung zwischen Liturgie, Verkündigung und ästhetischer Darstellung
  • Kirchenmusik als Wertevermittlung?
  • Kirchenmusik als Ort der Freiheit oder als Medium der Vereinnahmung?
  • Kirchenmusik im sozio-ökonomischen Kontext

In einem Schlussplenum wurden die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen zusammengefasst, abschließend diskutiert und mündeten in die Resolution „Einheit durch Vielfalt. Resolution zur Kirchenmusik in Deutschland" die sowohl vom Kongress als auch von der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates am Folgetag einstimmig verabschiedet wurde.