Musikpolitik

Stimmen zum Tag der Musik

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterstützen den Tag der Musik seit 2009 mit öffentlichen Statements:

Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages

© Schäuble

„Musik machen – Haltung zeigen – Zusammenhalt“ – ein großartiges Motto für den diesjährigen Tag der Musik. Und ein wichtiger Appell. Wie Musik Haltung vermittelt und Zusammenhalt stiftet, hat unlängst der slowenische EU-Parlamentarier Lojze Peterle gezeigt. Mit dem wohl europäischsten aller Musikstücke, der „Ode an die Freude“, gespielt auf einer Mundharmonika, rührte er in der letzten Sitzung des EU-Parlaments vor den Wahlen nicht nur Abgeordnete zu Tränen. Musik kann politische und kulturelle Grenzen überwinden und bringt Menschen in Vielfalt zusammen. Dafür steht der Tag der Musik, der sicherlich auch 2019 wieder großen Anklang findet."

(Bild: © Schäuble)

Simone Barrientos, Mitglied des Bundestages und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag

„Der Aufforderung, Haltung zu zeigen, kommen tagtäglich viele Künstlerinnen und Künstler nach. Nicht nur das Projektportal „Musik und Integration“ des Deutschen Musikrates ist ein deutlicher Beweis, wie sich Orchester, Solisten, Ensembles, Chöre, Schulen und Initiativen im gesamten Bundesgebiet musikalisch für ein verstehendes Miteinander engagieren. Auch der überregionalen progressiven Kulturinitiative DIE VIELEN, die sich gegen reaktionäre Eingrenzung von künstlerischer Freiheit wehrt, haben sich mehrere hundert Musikschaffende im ganzen Land angeschlossen. Ich wünsche mir, dass dieses Engagement und diese Begeisterung auch den nunmehr elften „Tag der Musik“ mit Leben erfüllen und möglichst viele Menschen mit eigener kultureller Identität und Vielfalt sich beim Musizieren und Zuhören ihrer Gemeinsamkeiten gewahr werden …“  

(Bild: © Aline Müller)

Erhard Grundl, Mitglied des Bundestages und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag

Foto: Erhard Grundl

Foto: Erhard Grundl

Musik - 'you better git it in your soul' und es war 'only rock `n‘ roll, but i like it'! Seitdem heißt es bei mir 'Let the music play'. In nachdenklichen Stunden sind es die 'Sounds of silence'. In anderen Momenten, heißt das Motto auch mal: 'Singing in the Rain', denn 'Musik liegt in der Luft'.
'Video killed the Radio Star'? – Aha, aber es ist egal, ob es der 'Brown-Eyed Handsome Man', die 'Clarke Sisters' oder 'Mr. Tambourine Man' ist, egal ob 'Liebeslied', ob's nach 'Papaya Coconut Banana' duftet oder nach 'Dead leafs on the dirty ground' riecht. Egal ob du ein 'Loser', 'Sad Girl' oder 'Starman' bist, Hauptsache ist: 'You´ve got the music in you'.
'Thank you for the music', an alle Musikerinnen und Musiker. Ihr bereichert jeden Tag meines Lebens mit Musik. Und 'when the music`s over' rufen wir alle: 'Don´t stop!'. Damit es am Abend noch 'Eine kleine Nachtmusik' geben kann.

Interpreten in der Reihenfolge der Nennungen:

Charles Mingus, Rolling Stones, Barry White, Simon & Garfunkel, Gene Kelly, Caterina Valente, The Buggles, Chuck Berry, The Go-Betweens, Bob Dylan, Absolute Beginner, Alexander Markus, The White Stripes, Beck, Lana Del Rey, David Bowie, New Radicals/Abba, Doors, Fleetwood Mac, Mozart

(Foto: Erhard Grundl)

Sahra Wagenknecht, Mitglied des Bundestages und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag

Bild: © DiG/Trialon

Bild: © DiG/Trialon

Musik berührt. Sie entfaltet durch ihre Unmittelbarkeit eine ungeheure Wirkung und Kraft, der sich kaum jemand entziehen kann. Sie kann ausdrücken, was Worte nicht vermögen. Musik kann Freude und Glück verstärken ebenso wie sie Mut machen, Trost schenken, sogar Schmerz und Leid lindern kann. Musik verbindet. Sie schafft Gemeinsamkeit und kennt keine Grenzen. Gerade in Zeiten, in denen Intoleranz zunimmt und Unterschiede zunehmend unüberwindbar scheinen, kann Musik dabei helfen, sich auf das zu besinnen, was uns alle eint. Denn Musik verbindet – und ist dabei so vielfältig wie die Menschen und das Leben selbst.

(Bild: © DiG/Trialon)

Simone Barrientos, Mitglied des Bundestages und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag

Zum Tag der Musik 2018 wünsche ich allen Akteuren und Besuchern zu diesem herausragenden Ereignis einen hohen Genuss zum Wohl der ganzen Gesellschaft und viel Erfolg. Als linke Kulturpolitikerin wissen ich und meine Kolleg*innen in der Fraktion natürlich um den hohen finanziellen Bedarf zeitgenössischer Musikproduktionen, öffentlicher Aufführungen durch das Musiktheater, die Oper, Orchester- und Chormusik und Klangkunst jeglicher Genres – gerade im oft weniger beachtetet ländlichen Raum. Deshalb haben wir uns im Deutschen Bundestag auch mit einem Antrag zur dauerhaften Erhöhung der Haushaltsmittel für den staatlichen geförderten Musikfonds stark gemacht. Den hohen Wert der Musik in Deutschland als kultur-, sozial-, bildungs- und gesellschaftspolitisches Gut gilt es, zu bewahren. Der Tag der Musik ist eine großartige Form, verschiedene Formen kultureller Vielfalt im Land zum Ausdruck zu bringen.

(Bild: © Aline Müller)

Hartmut Ebbing, Mitglied des Bundestages und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion FDP im Deutschen Bundestag

Musik, das ist für mich sehr viel mehr als die Aneinanderreihung von Tönen. Musik, ist eine Sprache, jedoch viel unmittelbarer als das gesprochene Wort. Sie lässt ganz unterschiedliche Emotionen entstehen: Trauer, Freude und eine tiefe Zufriedenheit mit sich selbst, den Anderen und der Welt. Ob Musizieren in einer Gruppe oder der gemeinsame Genuss von Musik in einem Konzert: Musik verbindet Menschen, Nationen, Meinungen und Religionen! Der Tag der Musik trägt durch seine bundesweiten Initiativen in außerordentlicher Weise dazu bei, auf die vielseitigen Facetten unserer musikalischen Kultur aufmerksam zu machen. Denn sie dient gerade nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern ist gerade wegen ihrer verbindenden Eigenschaften ein wesentlicher Bestandteil unseres harmonischen Zusammenlebens. Ich danke dem Deutschen Musikrat für sein Engagement und wünsche allen Beteiligten, einen erfolgreichen und musikalischen Tag der Musik 2018.

Prof. Dr. Norbert Lammert Präsident des Deutschen Bundestages a.D.

Das Miteinander in der Musik, ob beim Singen oder Musizieren, fördert die Entwicklung kognitiver und sozialer Fähigkeiten. Deshalb hat mich die inzwischen vielerorts erfolgreiche Initiative, jedem Kind ein Instrument in die Hand zu geben, von Beginn an so begeistert. Sie ermöglicht kulturelle Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel. Der Tag der Musik setzt ein besonderes Signal für die Sicherung der kulturellen Bildung und den Reichtum an Kultureller Vielfalt in Deutschland, von dem ich mir wünsche, dass es politisch Gehör findet. Sicher bin ich mir indes, dass die zahlreichen Veranstaltungen bundesweit wieder hunderttausende Musikbegeisterte erreichen werden – und dabei vor allem eines vermitteln: Musik bildet nicht nur, sie macht einfach auch Spaß.

Helge Lindh, Mitglied des Bundestages und Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion

Das Glück steckt in der Musik, so heißt es. Deutschland besitzt durch seine vielfältige Musikkultur einen einzigartigen Schatz an Orten und Möglichkeiten, Musik zu hören, zu spielen und zu lernen.Das diesjährige Motto zum Tag der Musik „Stadt.Land.Musik“ verweist auf die wichtige Bedeutung von Musik in ländlichen Regionen. Selbst kleinere Kommunen bieten ein breites und vielfältiges Angebot für kirchliche oder weltliche Musizierende an. Viele Gemeinden organisieren professionelle Musikveranstaltungen und laden zu Konzertgastspielen ein. Nicht selten genießen diese Aufführungen weltweite Bekanntheit. Mobilitätseingeschränkte Menschen kommen so in den Genuss von Musik und all diejenigen, die auf preiswerte örtliche Kulturangebote angewiesen sind. Ebenso findet sich eine Vielzahl von bedeutsamen Musikschulen im ländlichen Raum. Sie tragen zur individuellen Persönlichkeitsentfaltung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen wie auch für das Selbstverständnis und die Teilhabe an unserer Gesellschaft bei. Die Förderung von Musik in ländlichen Regionen stellt eine wichtige Form der kommunalen Partizipation dar. Denn es geht darum, Kulturorte und das gesellschaftliche Miteinander zu stärken. Der Zugang zu Kultur muss allen offen stehen. Mein großer Dank gilt dem Deutschen Musikrat, der uns am Tag der Musik 2018 an das vielfältige Kulturleben in den Regionen und die bedeutsame Arbeit aller daran Beteiligter erinnert.

Prof. Dr. Bernd Neumann Staatsminister a.D.

An jedem Tag, in jeder Stunde findet in Deutschland Musik statt – in öffentlichen Veranstaltungen, in Bildungseinrichtungen, in den Medien, im privaten Bereich. Musik wird aktiv praktiziert, studiert, komponiert, heruntergeladen oder getanzt. Vor allem aber wurde noch nie mehr Musik gehört als heute. Und trotzdem besteht Anlass zu Sorgen – z. B. um den Zugang zur musikalischen Bildung, um den Schutz kreativer Leistungen, die Finanzierung der kulturellen Infrastruktur oder die Präsenz der unterschiedlichen Musikgenres in den Medien. Der Tag der Musik bietet ein Forum, die außerordentliche Vielfalt der Musik in einem größeren kulturpolitischen Rahmen öffentlich bewusst zu machen und vor allem die Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, die diese Vielfalt gestalten und organisieren. Es ist ein Tag musikalischer Feste und des Nachdenkens über Musik und ihre Zukunft. Auch deshalb wünsche ich dieser Initiative des Deutschen Musikrates eine nachhaltige Wirkung.