Musikpolitik

Musikwirtschaft

„Die Musikwirtschaft zählt seit langem zu den klassischen und wichtigen Teilmärkten der Kulturwirtschaft. Oft auch als Musikindustrie bzw. Musikmarkt bezeichnet, ist sie durch ein vielfältiges Geflecht unterschiedlichster wirtschaftlicher Aktivitäten geprägt. Wie kaum ein anderer kulturwirtschaftlicher Teilmarkt umspannt die Musikwirtschaft unterschiedlichste wirtschaftliche Aktivitäten und Profile: Neben traditionell manuell-handwerklichen bzw. industriellen Wirtschaftsweisen (die z. T. seit dem 19. Jahrhundert existieren) stehen neue Formen der digitalisierten Musikprodukte und die Entwicklung von Online-Dienstleistungen.”

Michael Söndermann, "Musikwirtschaft"

Tag der Kreativwirtschaft

Der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung 2007 des Deutschen Musikrates befasste sich mit dem Schwerpunktthema Kreativwirtschaft. Im Rahmen dieser Veranstaltung hielt Dagmar Wöhrl, damalige Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, eine Rede zur "Gesamtsituation und gesellschaftspolitische Bedeutung der Kreativwirtschaft aus Sicht des BMWi". Lesen Sie hier Ausschnitte aus der Rede.


„Ein besonderes Problem der Kulturwirtschaft ist z.B. die chronische Unterkapitalisierung von Kleinstbetrieben. Dadurch werden Innovationen erschwert und die Umsetzung des Humankapitals "Kreativität" behindert.”

„Aus wirtschafts- und kulturpolitischer Sicht heißt dies, die allgemeinen Rahmenbedingungen fort für die Kreativen zu verbessern, wo sie davon noch nicht in vollem Umfang profitieren können.”

„Auch der Schutz des Geistigen Eigentums muss im Zuge der weiteren Reformen des Urheberrechts und der Verwerterrechte beachtet werden; denn Künstler und Publizisten sind im Zeitalter der Digitalisierung permanent den Auswirkungen von Produktpiraterie und Raubkopien ausgesetzt.”

„Die stärkere Beachtung und Unterstützung der Kulturwirtschaft ist ein lohnendes Ziel für uns alle. Die Bundesregierung will gerne ihren Beitrag dazu leisten. Das Bundeswirtschaftsministerium stellt sich den Herausforderungen durch stärkeres Engagement nicht zuletzt im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gemeinsam mit dem BKM.”