Musikpolitik

Musikberufe

Im Bereich der Kunst- und Kulturschaffenden ist eine hohe Vielfalt und Differenzierung von Berufsfeldern zu verzeichnen. Die Berufsbilder der Künstler sind, wie im allgemeinen Berufsleben auch, einer stetigen Veränderung ausgesetzt. Neben den traditionellen Berufen im Bereich der bildenden Kunst, des Theaters, des Films und der Musik sind gerade durch den Einsatz neuer Technologien neue Berufsfelder entstanden, die für die Kunst- und Kulturschaffenden neue Möglichkeiten und Chancen eröffnen, aber auch an die bestehenden Berufsbilder neue Anforderungen stellen.

Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland"


Der Deutsche Musikrat hat sich mit zwei Kongressen "Zukunft der Musikberufe" 2007 und 2009 sowie dem Kirchenmusik-Kongress 2010 dem Themenkomplex Musikberufe im Detail gewidmet.

Soziale Lage von Musikerinnen und Musikern

Der Deutsche Musikrat setzt sich in Gesprächen mit Entscheidungsträgern und mit öffentlichen Statements für die Verbesserung der sozialen Lage in Musikberufen ein. So forderte er 2008 die Erhaltung der Künstlersozialversicherung:

„Die Existenz vieler Künstler und Musiker würde ernsthaft gefährdet, wenn die Künstlersozialversicherung tatsächlich wegfallen würde. Bei einem jetzt schon sehr geringen durchschnittlichen Jahreseinkommen von € 10.754 wäre es dem einzelnen Musiker kaum möglich, allein für seine soziale Absicherung aufzukommen. Zudem würde die Abschaffung der Künstlersozialversicherung eine indirekte Kürzung der Kulturförderung bedeuten, da der Bund sich finanziell bei der Künstlersozialversicherung beteiligt.
Es ist grotesk, dass es überhaupt Überlegungen zur Abschaffung der Künstlersozialversicherung gibt, wo doch überparteilicher Konsens darüber besteht, dass Deutschland im globalen Wettbewerb nur als Wissens- und Kreativgesellschaft bestehen kann. Für diesen Entwicklungsprozess, bei dem wir erst am Anfang stehen, bilden die Kreativen das Fundament. Gerade der einzelne Künstler muss durch die Verbesserung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen noch mehr als bisher gestärkt werden. Die Künstlersozialversicherung und der Schutz des Geistigen Eigentums gehören mit zu den Voraussetzungen für ein kreatives Schaffen.”

Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates