Wichtige Information:

Die gemeinnützige Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates sagt ab sofort alle ihre Veranstaltungen zunächst bis einschließlich 7. Juni 2020 ab.

Dies betrifft auch den Deutschen Orchesterwettbewerb und den Bundeswettbewerb Jugend musiziert.

Über Details und weitere Entwicklungen informieren wir zu gegebenen Zeitpunkten.
Musikpolitik

Musik und Medien

Der Deutsche Musikrat setzt sich dafür ein, den weitgreifenden Veränderungsprozess des digitalen Zeitalters als Chance für die kulturelle Selbstäußerung des Menschen deutlich zu machen und dabei Perspektiven für den Schutz kreativen Schaffens zu eröffnen. Neue Medien bieten große Chancen und Potenziale für die Musik und ihre Künstlerinnen und Künstler. Die zunehmende Ökonomisierung der Medienlandschaft, marktliberale Ansprüche und eine vollständige Nutzerorientierung haben jedoch auch zu einer Nivellierung von Medienangeboten geführt.

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates hat sich 2009 öffentlich mit der Resolution „Digitalisierung - Ohne Urheber keine Kreativität" zum Schutz kreativen Schaffens im digitalen Zeitalter geäußert. Auf Grundlage dieser Resolution wurde 2010 der 3. Berliner Appell „Digitalisierung // Freiheit // Verantwortung" veröffentlicht.

Vertreter von über 100 Dachverbänden des Musiklebens verabschiedeten auf der Mitgliederversammlung 2015 des Deutschen Musikrates einstimmig den 4. Berliner Appell „Schöne neue Medienwelt: Kreative schützen!".

4. Berliner Appell

Vertreter von über 100 Dachverbänden des Musiklebens verabschiedeten 2015 einstimmig den 4. Berliner Appell „Schöne neue Medienwelt: Kreative schützen!". Das Positionspapier bündelt zentrale Forderungen für den Bildungs- und Kulturbereich in Bezug auf die Entwicklungsperspektiven der Medienlandschaft in Deutschland. Vor dem Hintergrund, dass Medienpolitik auch unter kultur- und bildungspolitischen Aspekten Gesellschaftspolitik ist, setzte der Deutsche Musikrat mit dem 4. Berliner Appell einen weiteren Impuls für die gesellschaftliche Debatte.

3. Berliner Appell

Der 3. Berliner Appell „Digitalisierung // Freiheit // Verantwortung" wurde von der Mitgliederversammlung 2010 des Deutschen Musikrates einstimmig verabschiedet und stellt fünf Forderungen zur erfolgreichen Bewältigung der Herausforderungen im digitalen Zeitalter.

Der Appell wurde 2010 offiziell an Kulturstaatsminister Bernd Neumann übergeben. Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte: „Die fortschreitende Digitalisierung unserer Lebenswelt birgt sowohl Chancen für die kulturelle Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger als auch Risiken für die Wertschätzung kreativen Schaffens. Die Zugänglichkeit von Werken darf nicht zu Lasten der Urheber voran getrieben werden. Denn wenn es nicht mehr möglich ist, von kreativer Arbeit zu leben, kann der Urheber nicht im bisherigen Umfang kulturelle Werke und Werte schaffen; ohne Urheber kann die große Vielfalt in Deutschland dauerhaft nicht gesichert und erweitert werden. Ich begrüße den 3. Berliner Appell des Deutschen Musikrates und die darin enthaltenen Forderungen mit nationaler und internationaler Ausrichtung. Durch Schärfung des Bewusstseins für den Wert kreativer Leistungen und die Stärkung der Medienkompetenz als Teil der kulturellen Kompetenz wird es möglich sein, einen verantwortungsvollen Umgang mit geistigem Eigentum zu erreichen."

Staatsminister Bernd Neumann hatte zuvor ein Zwölf-Punkte-Papier zum Schutz des geistigen Eigentums veröffentlicht.