Musikpolitik

UNESCO-Konvention zur Kulturellen Vielfalt

Die UNESCO-Generalkonferenz hat am 20. Oktober 2005 die „Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" verabschiedet, die am 18. März 2007 in Kraft trat. Über 100 Staaten und Staatengemeinschaften haben die Konvention ratifiziert - auch die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union. Das Übereinkommen schafft eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eine eigenständige Kulturpolitik.

Der Deutsche Musikrat ist auch im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der Deutschen UNESCO-Kommission am Gestaltungsprozess dieser Konvention beteiligt. Er setzt sich darüber hinaus dafür ein, diese völkerrechtliche verbindliche Konvention von einer Berufungsgrundlage zu einem politisch und juristisch belastbaren Handlungsinstrument zu entwickeln.

Die UNESCO-Konvention deckt mit ihren drei Grundsäulen die wesentlichen Elemente unseres Kulturlebens ab: Den Schutz und die Förderung

  • des kulturellen Erbes,
  • der zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen (stilübergreifend und einschließlich der bekannten Jugendkulturen) und
  • der Kulturen anderer Länder in Deutschland.


Die Mitgliederversammlung 2011 des Deutschen Musikrates hat sich im Oktober 2011 detailliert mit diesem Themenfeld unter dem Motto "Für Kulturelle Vielfalt - gegen Kulturabbau" in Referaten und einer Podiumsdiskussion befasst.