Musikpolitik

Kirchenmusik: Chance für Gesellschaft, Kultur und Kirche

Kirchenmusik ist eines der Fundamente kulturellen Lebens in Geschichte und Gegenwart. Sie ist ein wesentlicher Faktor musikalischer wie religiöser Bildung in Deutschland. Über ihren kirchlichen Verkündigungsauftrag hinaus entfaltet sie kulturelle Prägungskraft in die Gesellschaft hinein. Dies stellt auch der Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ heraus.

Im Sinne der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung Kultureller Vielfalt bewahrt die Kirchenmusik kulturelles Erbe, fördert künstlerische Ausdrucksformen der Gegenwart und pflegt den Dialog mit anderen Kulturen in unserem Land.

In einer Zeit kultureller Verunsicherung und Entwurzelung ist es dem Deutschen Musikrat daher gemeinsam mit den beiden großen Kirchen ein Anliegen, die Bedeutung der Kirchenmusik für die Gesellschaft heute und in der Zukunft zu unterstreichen und so das Bewusstsein für den Wert ästhetischer Erfahrungen, kreativen Schaffens und geistigen Eigentums zu schärfen und zu fördern.

Die Arbeitsgruppe Kirchenmusik des Deutschen Musikrates unter dem Vorsitz von Generalsekretär Höppner, der Vertreter der kirchenmusikalischen Spitzenverbände angehören, diskutiert regelmäßig über aktuelle kirchenmusikalische Themen und setzt sich für bessere Rahmenbedingungen im Bereich der Kirchenmusik ein. Ihre Forderungen an die Politik bündelte sie 2012 u.a. in der Resolution „Vorfahrt für Musik". Aktuell stehen die Planungen des nächsten Kirchenmusik-Kongresses im Fokus ihrer Arbeit.

Kirchenmusik-Kongress 2021

Am 22. Oktober 2021 findet im Verbund mit der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates ein Kirchenmusik-Kongress statt. Unter dem Thema „Kirchenmusik: Chance für Gesellschaft, Kultur und Kirche“ wird es neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen auch Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenkreisen geben.