„Liebe und Leben“ lautet das Motto des a cappella-Programms, das einen poetischen Bogen über mehr als fünf Jahrhunderte Musikgeschichte spannt. Von der spirituellen Klangarchitektur Josquin Desprez’ über die existenzielle Innigkeit Gustav Mahlers bis hin zu den farbenreichen, experimentellen Klangräumen der Gegenwart begegnen sich Liebe, Sehnsucht, Natur und menschliche Erfahrung in immer neuen Facetten. Florian Benfer leitet den Bundesjugendchor als Gastdirigent. Nora Thiele und Elisa Lázaro Hernando sind als Perkussionistinnen dabei. Konzerte führen das Spitzennachwuchsensemble erneut zum Heidelberger Frühling (19.3.) und in die Tauberphilharmonie nach Weikersheim (21.3.), dazu in den Dom St. Martin in Rottenburg (20.3.) und zum ersten Mal nach München in das Bergson Kunstkraftwerk (22.3.).
Im Rahmen eines internationalen Austauschs nehmen an dieser Arbeitsphase auch vier Sänger:innen des erst 2024 gegründeten Nationalen Jugendchors der Türkei teil. In Heidelberg geht dem Konzert ein Workshop von Florian Benfer und Mitgliedern des Bundesjugendchors mit Schulchören aus der Region voraus, die im Konzert einige Werke gemeinsam mit dem Bundejugendchor singen.
Liebe und Leben
Von der spirituellen Klangarchitektur Josquin Desprez’ über die existenzielle Innigkeit Gustav Mahlers bis hin zu den farbenreichen, experimentellen Klangräumen der Gegenwart begegnen sich Liebe, Sehnsucht, Natur und menschliche Erfahrung in immer neuen Facetten.
Josquin Desprez‘ monumentaler 24-stimmiger Kanon „Qui habitat in adjutorio“ eröffnet das Programm mit überwältigender Polyphonie. Mahlers Lied „Die zwei blauen Augen“ erscheint in der eindringlichen a cappella-Bearbeitung von Clytus Gottwald als fragile Seelenlandschaft. Caroline Shaws „Ochre“ verbindet Chor und Percussion zu einer vielschichtigen Collage aus Texten von Johann Wolfgang von Goethe bis Alfred Tennyson und reflektiert die Wandlungsfähigkeit von Klang und Materie. In einer Improvisation für Percussion mit Nora Thiele unter dem Titel „Resonanz“ entsteht ein offener Dialog zwischen Stimme, Körper und Raum. Den Abschluss bildet Jean Yves Daniel-Lesurs „Cantique des Cantiques“ – eine sinnliche, leuchtende Ausdeutung des Hohelieds der Liebe.
Florian Benfer
Der Dirigent, Sänger und Organist Florian Benfer ist künstlerischer Leiter des renommierten Gustaf Sjökvists Kammarkör in Stockholm und seit 2025 in gleicher Funktion des Philharmonischen Chores Berlin. Mit dem von ihm gegründeten ARTON Ensemble widmet er sich vor allem der Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine Ausbildung erhielt er in Leipzig, Stockholm und Den Haag. Benfer unterrichtet an der Musikhochschule Örebro und leitet seit 2024 den Schwedischen Jugendchor. Für seine Verdienste um die schwedische Chormusik erhielt er 2016 die Johannes-Norrby-Medaille.
„Liebe und Leben“
Poetische Klangwelten von Josquin Desprez und Gustav Mahler bis Caroline Shaw
Bundesjugendchor
Florian Benfer Leitung
Nora Thiele Percussion (19., 22.03.2026)
Elisa Lázaro Hernando Percussion (21.03.2026)
Josquin Desprez (c.1440-1521)
Qui habitat in adjutorio
Kanon für 24 Stimmen
Gustav Mahler (1860-1911)
Die zwei blauen Augen
aus: Lieder eines fahrenden Gesellen, bearbeitet für 16 Stimmen a cappella von Clytus Gottwald
Caroline Shaw (*1982)
Ochre (2022)
für Chor und Percussion; Texte aus verschiedenen Quellen von Johann Wolfgang von Goethe, Alfred Tennyson, Josquin Desprez und Caroline Shaw
Bundesjugendchor & Nora Thiele
Resonanz
Improvisation für Percussion zwischen Stimme, Körper und Raum
Jean-Yves Daniel-Lesur (1908–2002)
Le Cantique des Cantiques (1952)
Änderungen vorbehalten!
Konzerte:
- 19. März 2026 | 19:30 Uhr | Heidelberg
Heidelberger Frühling | - 20. März 2026 | 19:00 Uhr | Rottenburg am Neckar
Dom St. Martin - 21. März 2026 | 19:30 Uhr | Weikersheim
Tauberphilharmonie - 22. März 2026 | 16:00 Uhr | München
Bergson Kunstkraftwerk
Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Dr. Caroline Wiese, Projektleitung Bundesjugendchor
Tel: 0228 – 2091 108, wiese@musikrat.de
Sabine Siemon, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 – 2091 163, siemon@musikrat.de