Allgemeines

19.12.2016 Musikpolitik

UNESCO-Konvention Kulturelle Vielfalt nutzen

Erfolg für die Deutsche Orchester- und Theaterlandschaft: Die Kultusministerkonferenz unter Leitung der Bremer Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan und die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters haben bestätigt, dass Deutschland seine Orchester- und Theaterlandschaft für die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes nominiert. Sie folgen damit der Empfehlung der Experten der Deutschen UNESCO-Kommission.

2014 wurde die Deutsche Orchester- und Theaterlandschaft auf Initiative des Deutschen Musikrates und des Deutschen Bühnenvereins, in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Orchestervereinigung, in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dieser Eintrag ist Voraussetzung für eine UNESCO-Nominierung.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat freut sich sehr über die Nominierung der Deutschen Orchester- und Theaterlandschaft für die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes. Noch verfügt unser Land über eine beispiellose Kulturelle Vielfalt. Um sie weiterhin zu schützen und zu fördern, müssen nicht nur die Rahmenbedingungen verbessert werden, sondern auch das Bewusstsein für den Wert dieser einmaligen Kulturlandschaft gestärkt werden. Gerade die aktuellen politischen Diskussionen, die man nicht nur als aufkommende Rhetorik vor der Bundestagswahl abtun darf, zeigen, dass sich oft mangels eigener Erfahrung der Wert der kulturellen Vielfalt für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nicht jedem erschließt."

Das Nominierungsdossier wird im Frühjahr 2018 bei der UNESCO eingereicht. Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe entscheidet dann im Winter 2019.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Berlin, 19. Dezember 2016

©Jutta Missbach