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09.03.2017 Musikpolitik

Kommunale Kulturlandschaft braucht Leidenschaft und Geld

Im Rahmen seiner Gesprächsreihe „Kultur vor Ort", mit der sich der Generalsekretär des Deutschen Musikrates Prof. Christian Höppner über die bildungs- und kulturpolitische Situation vor Ort informiert, traf er Kulturreferent Wolfgang Suttner zu einem kulturpolitischen Gespräch im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der südlichste Zipfel von Nordrhein-Westfalen, Kreis Siegen-Wittgenstein, ist geprägt von einem lebendigen Kulturleben vor Ort. Mit Leidenschaft, Einfallsreichtum und langem Atem wird hier vom Landkreis und den Kommunen aktive und erfolgreiche Kulturarbeit betrieben. Bildung und ein von Kultureller Vielfalt geprägtes Kulturleben, das erreichbar und bezahlbar ist, sind zwei entscheidende Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade angesichts des Auseinanderdriftens unserer Gesellschaft muss im bevölkerungsreichsten Land der Bundesrepublik, NRW, die Kulturförderung im ländlichen Raum gestärkt werden, um das Fördergefälle zu den Ballungszentren im Rhein-Ruhr-Raum zu verändern. Hier sind die Kommunen, die Kreise, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und auch das Land NRW gefordert."

Wolfgang Suttner, Kulturreferent im Kreis Siegen-Wittgenstein, sagt: „In den 27 Jahren, in denen ich hier Kulturarbeit mache, habe ich festgestellt, dass man mit Visionen und frischen Ideen gerade die Menschen abseits der Ballungszentren begeistern kann. Gerade im Bereich Musik sind wir hier führend. Man muss unseren wunderbaren Naturraum und die regionalen Identitäten dabei berücksichtigen. Ein solches entschlossenes Handeln im Bereich aktiver Kultur bleibt dringend notwendig, um die Abwanderung der Menschen aus einem ländlichen Gebiet mit guten Beschäftigungsgarantien und bester Wohnqualität zu verhindern. Kultur sowie Bildung und Infrastruktur sind wichtig, um im ländlichen Raum ,Klebeeffekte' zu erzielen."

 

Berlin, 09. März 2017

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