Allgemeines

26.09.2016

Johannes Braun mit Ernst-von-Schuch-Preis ausgezeichnet

Prof. Andreas Weiss (Laudator), Martina Damm (Sprecherin der Familienstiftung und Urenkelin von Ernst und Clementine von Schuch), Johannes Braun (Preisträger), Eva Damm (Ururenkelin von Ernst und Clementine von Schuch) und Andrea Meyer-Borghardt (Projektleiterin des Dirigentenforums)

In Kooperation mit dem Dirigentenforum des Deutschen Musikrates vergab die Familienstiftung Ernst Edler von Schuch am 22. September 2016 im Landhaus Dresden zum dritten Mal den mit 2.000 Euro dotierten Preis an einen jungen Dirigenten.

Eine vom Dirigentenforum berufene Jury, bestehend aus Prof. Lutz Köhler (Vorsitz), Lothar Strauß, Hendrik Vestmann und Ulf Werner ernannte beim Abschlussdirigieren der 1. Förderstufe in Frankfurt (Oder) gemeinsam mit Martina Damm, Sprecherin der Familienstiftung, den 30-jährigen Johannes Braun zum Preisträger. Zur festlichen Preisverleihung war Prof. Andreas Weiss, Professor für Dirigieren an der Hochschule für Musik Karlsruhe und Johannes Brauns erster Dirigierlehrer, als Laudator geladen. Überreicht wurde der Förderpreis von Eva Damm, Ururenkelin von Ernst und Clementine von Schuch.

Der Ernst-von-Schuch-Preis wird vergeben in Erinnerung an den Dirigenten Ernst Edler von Schuch (1846-1914), der über 40 Jahre an der Dresdner Hofoper wirkte und als Generalmusikdirektor die königlich musikalische Kapelle (heutige Staatskapelle) in Dresden zu Weltruhm führte und das Dresdner Musik- und Theaterleben maßgeblich prägte. Die Familienstiftung Ernst Edler von Schuch ist bestrebt, mit der Vergabe dieses Förderpreises den dirigentischen Nachwuchs zu unterstützen. Damit soll die Erinnerung an Ernst von Schuch in Dresden verankert und in die Zukunft getragen werden, getreu dem Motto Ernst von Schuchs „Es ist nicht meine Art, stehen zu bleiben“.

Johannes Braun ist seit 2014 Stipendiat des Dirigentenforums. Er studierte zunächst Dirigieren an der Hochschule für Musik Karlsruhe, bevor er 2012 an die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar wechselte, um hier bei Prof. Nicolás Pasquet und Markus Frank sein Studium fortzusetzen. Meisterkurse bei Bernard Haitink im Rahmen der Lucerne Festival Academy, bei Mark Heron, Clark Rundell und Johannes Schlaefli am Royal Northern College of Music in Manchester sowie bei Werner Stiefel beim Rousse Philharmonic Orchestra (Bulgarien) ergänzten seine künstlerische Ausbildung. Im Rahmen des Studiums konzertierte er unter anderem mit der Jenaer Philharmonie, der Philharmonie Baden-Baden und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. 2012 assistierte er François Xavier Roth beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg. Er übernahm die Musikalische Leitung der Opernprojekte „Die Liebesabenteuer des Chevalier Faublas“ (2012) und von „Don Juan“ (2014) bei den Karlsruher Schlosskonzerten sowie bei Haydns „L'infedeltà delusa“ (2015) bei der Jungen Oper Weimar. Im Rahmen der Darmstädter Ferienkurse 2014 war Johannes Braun Assistent von Rüdiger Bohn beim European Workshop for Contemporary Music. Darüber hinaus war er am Staatstheater Mainz in der Spielzeit 2015/16 Assistent von Clemens Schuldt bei der Neuproduktion von Verdis „Rigoletto“ und dirigierte eine Vorstellung.

Das Dirigentenforum ist das Förderprogramm des Deutschen Musikrates für den dirigentischen Spitzennachwuchs in Deutschland, das in den Sparten Orchesterdirigieren und Chordirigieren durch Meisterkurse junge Talente fördert und für die künstlerische Begegnung der jungen Dirigentengeneration mit national wie international renommierten Dirigentenpersönlichkeiten steht.