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20.06.2016 Projekte

Bundesjugendorchester konzertierte mit Syrern und Ägyptern

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung umrahmte das Bundesjugendorchester, das nationale Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland, die offizielle Gedenkstunde im Deutschen Historischen Museum Berlin. Erweitert wurde das Orchester dabei von zehn internationalen Gästen unter anderem aus Syrien, Ägypten und der Türkei. 
 
Das Orchester folgte damit einer Einladung des Bundesministers des Innern Dr. Thomas de Maizière und präsentierte Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach sowie des französischen Komponisten syrischer Herkunft Dia Succari.
 
Dr. Thomas de Maizière eröffnete die Veranstaltung im Deutschen Historischen Museum Berlin. Als Redner wurden Prof. Dr. Norbert Lammert, Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch und Dr. Bernd Fabritius begrüßt. Mohammad Hechyar, syrischer Flüchtling und THW-Helferanwärter, berichtete zudem über seine persönlichen Erfahrungen. Seit 2015 wird jährlich am 20. Juni der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht. Mit dem Datum knüpft die Bundesregierung an den Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen an und erweitert das Flüchtlingsgedenken um das Schicksal der Vertriebenen.
 
Das Bundesjugendorchester sieht das Konzert im Zusammenhang mit dem vom Deutschen Musikrat ausgerufenen Tag der Musik, der in diesem Jahr unter dem Motto „Willkommen in Deutschland – Musik macht Heimat“ steht.
 
Das 1969 gegründete Bundesjugendorchester vereint die besten jungen Nachwuchsmusiker aus ganz Deutschland, die unter der Leitung von berühmten Dirigenten wie Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle oder Lothar Zagrosek ihr Können auf nationalen und internationalen Konzerttourneen beweisen. Das Bundesjugendorchester mit Sitz in Bonn ist ein Projekt des Deutschen Musikrates und wird maßgeblich vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Das Orchester ist Patenorchester der Berliner Philharmoniker.