Corona

Der Deutsche Musikrat hat im Zeitraum vom 06. bis 31. März 2020 eine Online-Umfrage unter Musikschaffenden über die Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Arbeit durchgeführt. An der Umfrage beteiligten sich zahlreiche Mitgliedsverbände des Musikrates wie auch viele andere Akteurinnen und Akteure des Musiklebens. Die Ergebnisse der Umfrage liefern ein umfassendes Bild der Probleme und finanziellen Schäden, die sich für die Musikszene in Deutschland derzeit ergeben: 98 Prozent der Befragten sind demnach massiv von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen bis hin zur Existenzgefährdung. Dies betrifft sowohl das professionelle Musikleben als auch die Amateurmusikszene.

Beeinträchtigt wird die Arbeit der Musikerinnen und Musiker der Umfrage zufolge vor allem durch die Absage von Veranstaltungen, die Schließung von musikpädagogischen Einrichtungen und Veranstaltungsstätten sowie die eingeschränkte Funktionsfähigkeit von Vereinen und Verbänden durch die Umstellung auf virtuelle Arbeits- und Kommunikationstechniken. In Bezug auf notwendige staatliche Hilfsmaßnahmen wurde neben einem Nothilfefonds für Freischaffende, der Senkung von Steuerlasten und einem Kreditprogramm mit geringen oder keinen Zinsen als dringlichste Maßnahme vielfach die Absicherung von Soloselbständigen durch ein auf einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten befristetes pauschales Übergangsgeld genannt.  Deutlich wurde auch, dass der Musik- und Veranstaltungsbereich als einer der ersten von den Corona-Maßnahmen betroffen war und als einer der letzten betroffen sein wird. Die Ergebnisse bilden eine gute Grundlage für die aktuelle Arbeit des Deutschen Musikrates.