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#DMRNextGeneration: Franz Ferdinand August Rieks

Er studiert Komposition bei Prof. Markus Hechtle und Prof. Dr. h.c. Wolfgang Rihm in Karlsruhe, hat bereits Auftragswerke für das Badische Staatstheater Karlsruhe und die Musikfabrik Landesensemble NRW e.V. komponiert und ist als Dirigent und Pianist tätig. Außerdem ist er Preisträger der Berliner Philharmoniker, der Jeunesses Musicales, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und der International Composition Competition New York. Seit Sommer 2020 ist Franz Ferdinand August Rieks (*1998) Mitglied im Bundesfachausschuss Zukunftswerkstatt des Deutschen Musikrates und wurde dort zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zum Antritt seines Engagements in dem Gremium hat er uns fünf Fragen beantwortet: 

Wenn Sie ein Instrument wären, welches wäre das und warum?

Das Klavier ist seit meinem vierten Lebensjahr ein Teil meiner Identität. Die Arbeit als Pianist diverser Jugendensembles der Landesmusikräte, als Uraufführungsinterpret bei „Impulse – Junge Interpreten!/Neue Musik!“ des Deutschen Musikrates, als Solist eines Jugendensembles und -orchesters, sowie die erfolgreiche Teilnahme an den Bundeswettbewerben Jugend musiziert/ komponiert und WESPE haben meinen musikalischen Weg hin zu Preisen u. a. der Berliner Philharmoniker, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Composition Competition New York und des Steinway-Wettbewerbs geebnet.

Ehrenämter kosten Zeit und manchmal auch Nerven. Ist die Mitarbeit im Bundesfachausschuss Ihr erstes Ehrenamt und was motiviert Sie?

Die Mitarbeit im Bundesfachausschuss stellt für mich die Möglichkeit dar, die eigene Perspektive als Komponist und Pianist mit den Blickwinkeln der anderen Mitglieder auf die Musikszene auszutauschen, um so im Diskurs neue Formate erarbeiten zu können und sich authentisch aus der eigenen Generation heraus in größere Kontexte einzubringen.

Welches Erlebnis sicherte der Musik in Ihrem Leben eine Schlüsselrolle?

Dadurch, dass meine Eltern mich seit meiner Geburt auf Konzerte wie eine Mahler-Sinfonie und Bergs Violinkonzert mitnahmen, war Musik die wichtigste und sinnlichste Erfahrung für mich, bevor ich überhaupt wusste, was eine Schlüsselrolle ist. Zuhause bin ich da, wo Musik erklingt und einen eigenen Wert hat; das möchte ich für die Zukunft schützen.

Donizetti, Debussy oder Deichkind?

Die Welt wird immer vielfältiger – mein Impuls ist es, musikalisch so vielfältig zu sein, wie nur möglich.

Wenn Sie Monika Grütters wären, was würden Sie in Sachen Kulturpolitik als erstes ändern?

Als Staatsminister für Kultur und Medien würde ich mich – wie der Deutsche Musikrat – dafür einsetzen, dass im Grundgesetz der Schutz und die Förderung der Kultur verankert werden, und auf dieser Basis politisch handeln. Der Musikbetrieb hat nicht nur gesellschaftliche, sondern auch wirtschaftliche Relevanz, von der er weitaus mehr profitieren können sollte, als dies der Fall ist.

Noch mehr Informationen und musikalische Eindrücke von Franz Ferdinand August Rieks’ Arbeit gibt es hier.