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#DMRNextGeneration: Charlotte Hergert

© Charlotte Hergert

Diversität, Interdisziplinarität, Innovationsfähigkeit und Nachhaltigkeit: Darauf würde Charlotte Hergert (*1996) ihren Fokus setzen, wenn sie Staatsministerin für Kultur wäre. Themen wie diese wird auch unser neu gegründeter Bundesfachausschuss Zukunftswerkstatt sicher aufgreifen, dessen Mitglied Charlotte Hergert seit Sommer 2020 ist. Die angehende Sozialwissenschafts-Studentin hat soeben ihren Bachelor im Lehramt für Deutsch und Musik abgeschlossen und ist schon lange im musikalischen Ehrenamt engagiert: Sie absolvierte einen Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung beim Sächsischen Musikrat und dem Bundesverband Deutscher Liebhaberorchester und ist regelmäßig Projektassistentin bei den Probenphasen der Landesmusikensembles Sachsen. Seit 2016 gehört sie außerdem der Initiative „mu:v – Musik verbindet“ der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) an und organisierte zweimal das mu:v-Camp mit. Seit Anfang dieses Jahres erhält sie als Hospitantin Einblicke in die Arbeit des JMD Präsidiums. Außerdem ist sie als Sängerin und als Flötistin aktiv – umso überraschender ihre Antwort auf unsere erste Frage im Rahmen der Vorstellungsreihe #DMRNextGeneration:

Wenn Sie ein Instrument wären, welches wäre das und warum?

Ein Cello! Das Instrument ist so vielseitig: Man kann zum Beispiel den Bass in einer Combo spielen, das Cello wie eine Gitarre auf den Schoß nehmen oder einfach den satten warmen Streicherklang genießen.

Ehrenämter kosten Zeit und manchmal auch Nerven. Ist die Mitarbeit im Bundesfachausschuss Ihr erstes Ehrenamt und was motiviert Sie?

Ich habe schon in der Schulzeit ehrenamtlich bei Kinderfreizeiten mitgearbeitet, dann nach dem Abitur einen BFD Kultur und Bildung beim Sächsischen Musikrat gemacht und bin nun seit einigen Jahren unter anderem bei der Jeunesses Musicales aktiv. Im Ehrenamt habe ich unglaublich viele spannende Projekte und Menschen kennengelernt – diese Erfahrungen und Begegnungen sind unbezahlbar.

Welches Erlebnis sicherte der Musik in Ihrem Leben eine Schlüsselrolle?

Als Kind habe ich einige Zeit die musikalische Früherziehung in der örtlichen Musikschule besucht. Nach unserer Stunde fand im selben Raum Querflötenunterricht statt. Weil ich oft warten musste, bis ich von meiner Mutter abgeholt wurde, habe ich den Flötenschülerinnen und -schülern gelauscht. Da wusste ich sofort: „Das will ich auch!“

Pergolesi, Pärt oder Placebo?

Alle drei sind tolle Künstler, aber Arvo Pärts Musik hat mich bisher am meisten beeindruckt. Ich erinnere mich an ein imposantes klassisches Klavierkonzert, in dem die junge Pianistin als Zugabe „Für Alina“ spielte. Das war unglaublich berührend.

Wenn Sie Monika Grütters wären, was würden Sie in Sachen Kulturpolitik als erstes ändern?

Wenn ich Staatsministerin für Kultur und Medien wäre, würde ich zuerst bei den Förderrichtlinien für Projekte und Institutionen einen stärkeren Fokus auf Diversität, Interdisziplinarität, Innovationsfähigkeit und Nachhaltigkeit setzen.