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Landmusik

30 Projekte werden 2022 gefördert - Deutscher Musikrat stärkt gemeinschaftliches Musikleben im ländlichen Raum

© Goetz Rausch

Musikprojekte auf dem Land werden auch 2022 gefördert. Im letzten Jahr fanden unter anderem Konzerte in Lüdersdorf im Rahmen des Projektes „Kultur in Dörfern - Sommernachtmusik" statt. © Goetz Rausch

Die Jury des Förderprogramms Landmusik hat entschieden: 30 neue Projekte werden 2022 gefördert. Das mit Fördermitteln der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) entwickelte Programm unterstützt das Musikleben im ländlichen Raum. Es richtet sich sowohl an Profis als auch an Amateure und zielt auf die Zusammenarbeit verschiedener Gruppen. Zu den geförderten Projekten gehören unter anderem Nachbarschaftskonzerte mit mobilen Bühnen, ein illuminiertes Konzert im Wald oder ein Cellotrio im historischen Lokschuppen. Die Projekte der neuen Förderrunde 2022 beginnen ab April.

Insgesamt wurden 338 Projektanträge für das Förderprogramm eingereicht. Eine neunköpfige Jury bewertete die eingereichten Projektbeschreibungen hinsichtlich ihrer künstlerischen Qualität und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen vor Ort.

„Die Themen der geförderten Projekte 2022 zeigen nicht nur einen hohen künstlerischen Anspruch, sondern auch großes Engagement in der nachbarschaftlichen Vernetzung von Profis und Amateuren. Die oftmals historisch gewachsenen Strukturen werden von einer großen Zahl musikbegeisterter Personen getragen. Ich freue mich, dass der Deutsche Musikrat mit dem Programm Landmusik die ländlichen Regionen als eigenständige Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsräume auch 2022 unterstützen kann“, sagt Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates. Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Ulrike Liedtke: „Mit der emotionalen Verarbeitung der noch nicht beendeten Pandemie und einer dramatischen aktuellen Kriegs- und Flüchtlingssituation kommt der Gemeinschaft von Musikausübenden in Chören und Orchestern eine neue Bedeutung zu. Netzwerke mit anderen kulturellen Akteuren entstehen geradezu selbstverständlich und bereichern den ländlichen Raum - für die Menschen vor Ort, für ihre Gäste aus der Stadt und ebenso für gerade angekommene Geflüchtete. Die Ergebnisse von 'Landmusik 2022' zeigen, welches große zivilgesellschaftliche Potential durch Musik im ländlichen Raum zu fördern und auszubauen ist. Landmusik wird auch in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema bleiben.“

Zur Landmusik-Jury 2022 gehören: Prof. Dr. Ulrike Liedtke (Vorsitz), Dr. Stefan Donath, Maria Löhlein-Mader, Johannes Mnich, Heiko Schulze, Torsten Tannenberg, Antje Valentin, Steven Walter, Hans-Jürgen Wulf.

Wichtiges Merkmal der Landmusik ist auch 2022 die Einbindung lokaler Ensembles, Chöre und Einzelkünstlerinnen und -künstler. Hier hat die Jury kreative Lösungen gewürdigt, die den örtlichen Gruppen genügend Raum zur Entfaltung bieten. So entsteht z.B. in Bad Reichenhall ein Klangpanorama des Ortes mit klassischen Musikerinnen und Musikern, Volksmusikgruppen und anderen Ensembles, das in Konzerten aber auch in einer professionellen Aufnahme erlebbar wird. Familienprojekte und ein integratives Projekt für Menschen mit Behinderung werden ebenso gefördert wie phantasievolle (Mini-)Festivalprogramme, darunter ein Klavierfestival, ein Liederfestival und ein afrikanisches Musikfest.

Im Anhang finden Sie eine Liste der geförderten Projekte 2022. Die dort angegebenen Orte sind die Orte der Antragssteller.  Die Auszeichnungen „Landmusikort des Jahres 2022“ werden im April 2022 bekanntgegeben. Nähere Informationen unter https://www.landmusik.org/.

Kontakt:
Deutscher Musikrat gGmbH
Dr. Tilman Schlömp, Programmleitung Landmusik
Tel.: 0228 – 2091 147
schloemp(at)musikrat.de

Dr. Anke Steinbeck, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 – 2091 165
steinbeck(at)musikrat.de