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#DMRNextGeneration: Sebastian Herrmann

© Beate Armbruster/ Sebastian Herrmann

Er ist Mitglied im neugegründeten Bundesjugendchor und wenn er nicht mitsingt, ist er selbst als Chorleiter aktiv. Sebastian Herrmann (*1995) lässt sich momentan parallel als Dirigent mit Schwerpunkt Chordirigat in Trossingen und als Gymnasiallehrer für das Fach Musik in Stuttgart ausbilden und engagiert sich seit diesem Sommer im neugegründeten Bundesfachausschuss Zukunftswerkstatt des Deutschen Musikrates. Als Chorsänger war er schon bei Festivals in der Schweiz, China und Argentinien zu Gast, im Rahmen seines Studiums arbeitet er als Tutor im Fach Chorleitung und wirkte als Assistent und Korrepetitor bei Projekten mehrerer Universitätsmusiken mit. Neben seinen künstlerischen Tätigkeiten engagierte Herrmann sich in der Hochschulpolitik. Und auch im Ehrenamt kennt er sich aus – wie er uns in seiner Antwort auf die zweite Frage berichtete. 

Wenn Sie ein Instrument wären, welches wäre das und warum?

Ich wäre eine Orgel. Nicht nur weil ich dieses Instrument im Rahmen meines Kirchenmusikstudiums studiert habe, sondern weil ich gerne Dinge begleite, die Vielfalt liebe und man mit Händen und Füßen bei der Sache sein muss.

Ehrenämter kosten Zeit und manchmal auch Nerven. Ist die Mitarbeit im Bundesfachausschuss Ihr erstes Ehrenamt und was motiviert Sie?

Mein erstes größeres Ehrenamt war vor meinem Studium ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur beim Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart. Mich motiviert die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten jungen Menschen, mit denen man Musik, Kultur und Gemeinschaft aktiv gestalten und voranbringen kann.

Welches Erlebnis sicherte der Musik in Ihrem Leben eine Schlüsselrolle?

Da gibt es gar kein konkretes Erlebnis. Es war eine Kombination aus den richtigen Lehrern, Freunden, Ensembles, Konzerten, Kassetten und CDs. Eine zentrale Stellung nimmt aber sicher meine Zeit im Deutschen Jugendkammerchor mit seinem Leiter Florian Benfer ein.

Beethoven, Bartók oder Brönner?

Bach und Bruckner!

Wenn Sie Monika Grütters wären, was würden Sie in Sachen Kulturpolitik als Erstes ändern?

Frau Grütters bezeichnete die Kultur kürzlich quasi als ein Beatmungsgerät der Demokratie. Ein schönes Bild, aber so ein Beatmungsgerät muss bedient werden und das muss angemessen vergütet sein. Ich würde mich als Erstes für eine stabile soziale Absicherung von Kunstschaffenden einsetzen sowie für klar geregelte und angemessene Tarife, Honorare, Untergrenzen und Mindestlöhne, v. a. für freischaffende Künstlerinnen und Künstler.

Weitere Informationen zu Sebastian Herrmann gibt es hier.