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Musikrat

#DMRNextGeneration: Sarah Heemann

© Gregorz Mart

Sie steht gerne auf der Bühne, begeistert sich für Neue Musik und ist ganz und gar der Querflöte verpflichtet: In unserer Reihe #DMRNextGeneration stellen wir heute Sarah Heemann vor, Mitglied des neuen Bundesfachausschusses Zukunftswerkstatt. Heemann (*1994) hat einen Bachelor in Flöte und Traversflöte von der Folkwang Universität der Künste in Essen und einen    Master mit dem Schwerpunkt Orchester von der HfMDK Frankfurt. Aktuell befindet sie sich in einem weiteren Master-Studiengang am „Orchesterzentrum NRW“ in Dortmund. Als Flötistin spielte sie bereits Konzerte im In- und Ausland und sammelte als Aushilfe Orchestererfahrung u.a. bei den Thüringer Symphonikern und der Neuen Philharmonie Westfalen. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde Heemann mehrfach mit ersten Preisen ausgezeichnet. Nach fast 10 Jahren Mitgliedschaft im Ensemble Studio Musikfabrik ist sie seit 2014 Gründungsmitglied sowie Teil der Geschäftsführung des Ensembles „electronic ID“, welches sich der intermediären Musik des 21. Jahrhunderts widmet. Aber auch hinter der Bühne ist die Stipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung aktiv: u.a. als Vorstandsmitglied bei FREO (Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V.) und seit 2017 als Sprecherin der Sparte Neue Musik im IFM (Initiativkreis Freie Musik Köln). In der konstituierenden Sitzung des Bundesfachausschusses Zukunftswerkstatt am 03. September 2020 wurde Heemann zur Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Zum Kennenlernen hat sie uns fünf Fragen beantwortet:

Wenn Sie ein Instrument wären, welches wäre das und warum?

Ich bin leidenschaftlich gerne Flötistin und ein großer Teil von mir selbst ist bereits die Flöte.

Ehrenämter kosten Zeit und manchmal auch Nerven. Ist die Mitarbeit im Bundesfachausschuss Ihr erstes Ehrenamt und was motiviert Sie?

Ich bin seit 2017 im Initiativkreis Freie Musik (IFM) in Köln aktiv sowie seit Juni 2019 als Vorstandmitglied bei FREO und ich glaube daran, dass sich Arbeit an der gemeinsamen Sache gerade im Kulturbereich nur auszahlen kann. Künstlerinnen und Künstler sind in meinen Augen oft noch zu wenig auf die gemeinsamen Themen bedacht, sondern kämpfen für sich allein – was nicht sein muss und oft auch absolut unmöglich ist (was die derzeitige Lage wieder eindrucksvoll beweist)!

Welches Erlebnis sicherte der Musik in Ihrem Leben eine Schlüsselrolle?

Ich habe diese Erlebnisse jeden Tag! Ich kenne keinen schöneren Ort als die Bühne, auf der man größtmögliche Kreativität und Freiheit genießen kann.

Wagner, Widmann oder Williams?

Widmann!

Wenn Sie Monika Grütters wären, was würden Sie in Sachen Kulturpolitik als erstes ändern? 

Ich möchte mir nicht anmaßen, die Komplexität der Entscheidungen, die die Kulturstaatsministerin trifft, beurteilen zu können. Ich arbeite für die Anerkennung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Freien Musik und wünsche mir für die Zukunft ein grundlegend besseres Verständnis für die teils prekäre Arbeitsrealität der Künstlerinnen und Künstler, die für die progressive Entwicklung der Kultur stehen.

Das Ensemble „electronic ID“ beim Beethovenfest Bonn 2019: