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Projekte Bundesjugendorchester

#DMRInsights_01: Das Bundesjugendorchester

(Simon Rattle und das BJO © Andrea Kemper)

Wir machen nicht nur Musikpolitik. ;-) Leider können unsere 14 Projekte aber coronabedingt derzeit nur sehr eingeschränkt arbeiten. In unserer Sommer-Reihe #DMRInsights bringen wir sie dennoch zu euch: wir schauen zurück auf Geschichte und große Erfolge, zeigen, was die Projekte besonders macht, und wagen einen Blick in die Zukunft.

Den Anfang macht Deutschlands jüngstes Spitzenorchester, das Bundesjugendorchester. Im nationalen Jugendsinfonieorchester der Bundesrepublik Deutschland erhalten 100 ausgewählte junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 14 bis 19 Jahren eine außergewöhnliche Förderung: Dreimal im Jahr kommt „Deutschlands jüngstes Spitzenorchester" für insgesamt knapp zwei Monate zusammen, um mit namhaften Dirigenten und erfahrenen Dozenten intensiv zu arbeiten und im In- und Ausland zu konzertieren. Im Jahr 2018 durfte das Bundesjugendorchester nach sieben gemeinsamen Konzerten in acht Jahren Sir Simon Rattle zu seinem Ehrendirigenten ernennen.

Orchesterdirektor Sönke Lentz leitet das Ensemble seit 2003. Sein Highlight: „2019 feierten wir 50 Jahre Bundesjugendorchester unter anderem mit Kirill Petrenko, 400 Ehemaligen und Dr. Franziska Giffey!“ Konzerte und Austauschprojekte führten das Bundesjugendorchester in diesem halben Jahrhundert in 35 Länder auf 4 Kontinenten, darunter Indien, Polen, Italien, Rumänien, Kanada, die Ukraine, Venezuela, Ecuador und natürlich Deutschland. Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft besuchte das Orchester Serbien, für den International Music Council China und im Vorfeld der Fußball-WM Südafrika. Auch genreübergreifende Projekte wurden realisiert, unter anderem mit dem Bundesjugendballett und John Neumeier sowie mit Peter Maffay und Sting.

Aktuell ist es dem Orchester und seinem Team durch die neuen Rahmenbedingungen und Vorgaben von Bundesregierung und Ländern nicht möglich, seine Probenphasen mit anschließenden Tourneen wie geplant durchzuführen. Sönke Lentz sieht das als größte Herausforderung: „Die starke Gemeinschaft und das hohe Niveau des Orchesters müssen wir erhalten. Wir werden mit Kammermusik kleine ‚Rauchzeichen‘ aus verschiedenen Ecken der Republik geben und sind natürlich digital präsent, damit das Feuer sich in 2021 wieder voll entfacht!“. Mehr zur Arbeit des Bundesjugendorchesters sowie zu aktuellen Plänen und Entwicklungen erfahren Sie unter www.bundesjugendorchester.de.

 

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