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Projekte Deutscher Musikwettbewerb

#DMRInsights_02: Der Deutsche Musikwettbewerb

(Sebastian Fritsch © Uwe Niklas)

Coronabedingt müssen viele Aktivitäten der Projekte des Deutschen Musikrates, darunter Probenphasen und Konzerte, leider ausfallen oder verschoben werden. Derzeit erproben sie daher neue Wege, etwa in Form von Videoseminaren. In unserer Sommer-Reihe #DMRInsights stellen wir Ihnen die Arbeit der DMR-Projekte kurz vor, blicken zurück auf die Geschichte und große Erfolge, zeigen, was die Projekte besonders macht und wagen gemeinsam einen Blick in die Zukunft. Das Projekt in dieser Woche ist der Deutsche Musikwettbewerb.

Motivation des 1974 gegründeten Wettbewerbs war die frühzeitige Förderung des deutschen Spitzennachwuchses – unter anderem, um diesen auf die großen internationalen Wettbewerbe vorzubereiten und den Weg zu einer erfolgreichen Karriere im In- und Ausland zu ebnen. Die beeindruckende Liste der Preisträgerinnen und Preisträger (u. a. Artemis Quartett, Reinhold Friedrich, Sabine Meyer oder Julian Steckel) zeigt, dass dieses Vorhaben bestens gelungen ist. Der zweiwöchige Deutsche Musikwettbewerb (DMW) wird jährlich für unterschiedliche solistische und kammermusikalische Kategorien sowie für die Kategorie Komposition ausgeschrieben. Bei diesem nationalen Spitzenwettbewerb treffen sich sozusagen die „Klassikstars von morgen": junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger sowie Komponistinnen und Komponisten an der Schnittstelle von Ausbildung und Beruf. Die jeweils rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich in drei bis vier Runden der Jury und dem Publikum vorstellen und dabei Stipendiat oder Preisträger werden.

Für erfolgreiche Absolventen ist der Wettbewerb jedoch erst der Anfang eines umfangreichen und mehrjährigen Förderprogramms. Denn sein besonders breites Förderspektrum zeichnet den DMR aus. Die verschiedenen Maßnahmen im Anschluss an den Wettbewerb bieten den Künstler/innen praktische Orientierungshilfen, finanzielle ebenso wie ideelle Unterstützung und kompetente Beratung auf dem Weg zu ihrer internationalen Musikkarriere. Sie greifen dort, wo die Musikausbildung aufhört. Zu den Fördermaßnahmen gehören u. a. Workshops zu Themen wie Musikrecht und Programmgestaltung, die Produktion einer CD und vor allem zahlreiche Konzerte, die an die entsprechenden Veranstalter im In- und Ausland vermittelt werden. Insgesamt kommt es so zu rund 300 Konzerten pro Jahr mit Preisträger/innen und Stipendiat/innen. Die Einzelförderdauer beträgt in der Regel drei Jahre.

Der Deutsche Musikwettbewerb findet jedes Jahr im Frühjahr statt. Da der Wettbewerb 2020 coronabedingt ausfallen musste, werden nun alle Kategorien von 2020 für 2021 oder 2022 erneut ausgeschrieben. Aktuelle Informationen dazu finden Sie unter www.deutscher-musikwettbewerb.de. Dafür startete am 13. Mai die projektübergreifende Online-Seminarreihe „Carpe Diem" des Deutschen Musikrates mit renommierten Expertinnen und Experten. Preisträgerinnen und Preisträger des DMW sind eingeladen, an den Seminaren teilzunehmen und die durch Absagen in der Coronakrise frei gewordene Zeit bereichernd zu nutzen.