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Es ist nie zu spät - Musizieren 50+

Die demographische Entwicklung mit einem signifikanten Zuwachs bei der älteren Generation bietet Chancen und Risiken. Mit ausgesuchten Experten sind beim Kongress zu Musizieren 50+ im Juni 2007 erstmals die Auswirkungen und Konsequenzen des Demographiewandels für unsere Musikkultur erörtert worden.

Ziel war es, mit diesem Kongress die Kreativpotentiale der älteren Menschen und die daraus folgenden Chancen für unsere Gesellschaft bewusster zu machen und Rahmenbedingungen für den politischen Entscheidungsprozess zu formulieren, die insgesamt zu einer Verbesserung barrierefreien Musizierens auch der älteren Generation führen soll. Einen Schwerpunkt bildete das generationenübergreifende Musizieren.

Ein Ergebnis des Kongresses „Es ist nie zu spät – Musizieren 50+“ ist die Wiesbadener Erklärung, die von dem Kongress verabschiedet und dem Präsidenten des Deutschen Musikrates, Martin Maria Krüger, übergeben wurde. Das Präsidium des Deutschen Musikrates hat sich einstimmig dieser Erklärung angeschlossen. Die Wiesbadener Erklärung enthält Handlungsaufforderungen an Politik und Gesellschaft zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das aktive Musizieren im Alter.

Die Wiesbadener Erklärung ist eine Aufforderung zum Handeln für die Politik und Zivilgesellschaft. Die kreativen Potentiale der Generationen um 50 und später bieten enorme Möglichkeiten, beim demografischen Wandel aus Herausforderungen Chancen werden zu lassen. Nicht nur im Hinblick auf die Wirkungskraft der Musik und des Musizierens, sondern auch um der Musik selbst willen, muss jedem Menschen gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft kulturelle Teilhabe ermöglicht werden. Darüber hinaus kann die Musik eine viel größere Rolle in der Therapie und Pflege spielen.

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates

 

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