Musikpolitik

Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik

Kirchenmusik ist Ausdruck der eigenen Existenz und prägt das kulturelle Leben wesentlich mit. Vom gregorianischen Choral bis zum zeitgenössischen Werk, von der Kantate bis zum Sacro-Pop und vom Posaunenchor bis zur Bodypercussion findet sie in allen Stilen und Formen ihren Ausdruck. Diese Vielfalt spiegelt sich sowohl in der Musik als auch bei den Musikschaffenden und Zuhörerinnen und Zuhörern wider.

Kirchenmusik führt die Verschiedenheit der auseinanderstrebenden sozialen Gruppen und Generationen zusammen und leistet damit neben der Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenhalts einen entscheidenden bildungspolitischen Beitrag.

Kirchenmusik versteht sich jedoch nicht allein als Teil des Kulturlebens: Sie ist auch Teil der kirchlichen Verkündung und tritt damit in den Dialog mit allen Menschen und ihren religiösen und ästhetischen Erfahrungen.

Die von den beiden großen Kirchen und dem Deutschen Musikrat gemeinsam initiierte bundesweite Aktion „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“ hat bereits im Oktober 2010 in Gottesdiensten, Konzerten und Events in allen Diözesen und Landeskirchen in Deutschland den Reichtum und die Fülle der Kirchenmusik aufgezeigt. Unterstrichen wurde diese Breite mit einem zentralen Kongress in Berlin mit Podien, Vorträgen und Diskussionen und Mitwirkung zahlreicher Repräsentanten der Politik und der Kirchen sowie Musikerinnen und Musikern.
In Fortsetzung der Aktivitäten von 2010 wurde im Rahmen der ökomenischen Initiative "Verleih uns Frieden" 2012 der Einfluss Luthers auf die Musik seiner und unserer Zeit in den Fokus gerückt.

Denn nur wenn es gelingt, die Bedeutung der Kirchenmusik für den Einzelnen zu vermitteln, wird ihre große gesellschaftspolitische Wirkungskraft erkennbar, deren Rahmenbedingungen nicht gefährdet werden dürfen, sondern ausgebaut werden müssen.

In diesem Sinne setzt sich die Arbeitsgruppe Kirchenmusik des Deutschen Musikrates weiterhin für bessere Rahmenbedingungen in der Kirchenmusik ein.