Amaryllis Quartett & Alexandra Hengstebeck
Köln / Bamberg
- Gustav Frielinghaus, Violine
- Lena Wirth, Violine
- Lena Eckels, Viola
- Yves Sandoz, Violoncello
- Alexandra Hengstebeck, Kontrabass
Das deutsch-schweizerische Amaryllis Quartett wurde von Walter Levin, dem Primarius des LaSalle Quartetts, in Basel ausgebildet und studierte von 2007 bis 2009 beim Alban Berg Quartett in Köln.
Das Amaryllis Quartett sucht eine besondere Herausforderung in der Gestaltung von Programmen, die im Spannungsfeld zwischen den klassischen Streichquartett-Kompositionen und den Werken der Neuen Wiener Schule um Arnold Schönberg stehen. Die Wiederentdeckung heute vergessener Meisterwerke ist ein weiteres wichtiges Anliegen des jungen Quartetts. Sein besonderes Interesse gilt hierbei dem ungarischen Komponisten und Bartók-Schüler Géza Frid, dessen Streichquartette es 2008 bei CovielloClassics als Weltersteinspielung veröffentlicht hat. Außerdem ist die Aufnahme von acht der 16 Streichquartette des Schubert-Zeitgenossen und Violinvirtuosen Friedrich Ernst Fesca bei cpo in Vorbereitung.
Aber auch für die Zeitgenössische Musik setzt sich das Quartett ein und brachte u. a. Werke des Berliner Jazzcellisten und Komponisten Mathis Brun, des Esten Eino Tamberg, der Basler Komponistin Heidi Baader-Nobs und des Hamburger Komponisten Wolfgang-Andreas Schultz zur Uraufführung.
Das Amaryllis Quartett spielt regelmäßig in Konzertreihen und auf Festivals in Deutschland, der Schweiz und dem europäischen Ausland; dazu zählten Auftritte in der Stuttgarter Liederhalle, beim Lucerne Festival, beim Festival Mecklenburg-Vorpommern, bei der Società del Quartetto di Milano und bei der Schubertiade Barcelona. Außerdem rief das Quartett seine eigenen Konzertreihen in der Laeiszhalle Hamburg und im Konzertsaal Solothurn ins Leben.
Beim Südwestdeutschen Rundfunk SWR trat das Amaryllis Quartett in der Sendereihe „50 Meisterwerke“ auf, wo es zusammen mit Walter Levin Weberns Fünf Stücke für Streichquartett op. 5 vorstellte. Für den rbb, im Wissenschaftskolleg Berlin und in der Tonhalle Zürich gestaltete das Quartett ebenfalls mit Walter Levin Lecture Recitals über das zweite Streichquartett von Johannes Brahms.
Im Jahr 2005 gewann das Amaryllis Quartett den 1. Preis beim Internationalen Charles Hennen Concours in den Niederlanden. Außerdem ist es Preisträger des Premio Paolo Borciani 2008 und des Schubert Wettbewerbs Graz 2009. 2009 erhielt das Quartett ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn und wurde in die 54. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen. Gleich zwei Preise errangen die Musiker beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb TROMP 2008 in Eindhoven/Niederlande.
Künstlerische Anregung erhielt das Amaryllis Quartett durch Meisterkurse beim Artemis Quartett und in gemeinsamen Konzerten u. a. mit Barbara Westphal, Albrecht Breuninger, Francois Benda, Dimitri Ashkenazy, Jens Peter Maintz, Patrick Demenga und dem Schauspieler Christoph Bantzer.
Gustav Frielinghaus
Gustav Frielinghaus, geboren 1978 in Hamburg, erhielt den wichtigsten Teil seiner Ausbildung von 1999-2003 bei Igor Ozim in Bern. Zuvor studierte er bei Winfried Rüssmann in Hamburg und schloss 2007 das Studium bei Thomas Brandis in Lübeck ab. Er trat sowohl als Konzertmeister in Opernproduktionen und Sinfoniekonzerten, als auch solistisch mit verschiedenen internationalen Jugendorchestern in Asien und den USA sowie mit dem Bieler Sinfonieorchester in der Schweiz auf.
Lena Wirth
Lena Wirth, geboren 1983 in Schwetzingen, begann 2002 ihr Studium bei Jörg Hofmann in Freiburg und wechselte 2004 zu Albrecht Beuninger nach Karlsruhe. Sie war Preisträgerin von Jugend musiziert und unternahm als Konzertmeisterin in verschiedenen Jugendorchestern Reisen nach Australien und Kanada. Außerdem spielte sie 2005 in der Lucerne Festival Academy unter Pierre Boulez. Lena Wirth trat solistisch mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester auf und besuchte verschiedene Meisterkurse, u. a. mit dem Mandelring-Quartett.
Lena Eckels
Lena Eckels, geboren 1982 in Detmold, studierte 2001-2009 bei Barbara Westphal in Lübeck. Sie war 1. Bundespreisträgerin bei Jugend musiziert und erhielt den Klassikpreis der Stadt Münster und des WDR. Im Sommer 2004 erhielt sie den Förderpreis der Gesellschaft der westfälischen Kulturarbeit (GWK) und gewann 2005 den Brahms-Wettbewerb in Pörtschach/Österreich. Meisterkurse besuchte sie u. a. bei Lars-Anders Tomter, Kim Kashkashian und Nobuko Imai.
Yves Sandoz
Der Schweizer Cellist Yves Sandoz, geboren 1980 in Solothurn, begann 2000 sein Studium bei Reinhard Latzko in Basel. Er besuchte Meisterkuse bei Monique Bartels, Christophe Coin, Wen-Sinn Yang und Martin Zeller. Er war Stimmführer des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters, trat solistisch mit verschiedenen schweizerischen Orchestern auf und wurde Preisträger des Schweizer Kammermusikwettbewerbs. Zudem erhielt er 2004 den Werkjahrespreis des Kantons Solothurn. Seit 2005 studiert Yves Sandoz bei Gustav Rivinius in Saarbrücken.
Alexandra Hengstebeck
| 1983 | geboren in Frankfurt am Main |
| 2000-2005 | Kontrabassstudium bei Prof. Günter Klaus an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main |
| 2006 | Teilnahme an der Kammermusikakademie Fränkische Musiktage mit Viviane Hagner |
| 2006-2008 | Stipendiatin der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker |
| seit 2008 | Mitglied der Bamberger Symphoniker |
| 2009 | Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Kontrabass solo und Aufnahme in die 54. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler |
Alexandra Hengstebeck sammelte schon früh Orchestererfahrung unter anderem als Solobassistin der Jungen Deutschen Philharmonie und im European Union Youth Orchestra.
Eine umfangreiche Kammermusikausbildung erhielt sie als Stipendia-tin der Villa Musica Rheinland-Pfalz. Im Rahmen dieser Förderung musizierte sie mit Künstlern wie Martin Ostertag, Ulf Rodenhäuser, Eszter Haffner und Angelika Merkle. Als Mitglied der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker spielte sie unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim und Seiji Ozawa und trat als Kammermusikpartnerin von Pierre-Laurent Aimard und Andras Schiff auf. 2009 nahm sie am Kammermusikfest der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern teil.
Hochauflösende Fotos
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Amaryllis Quartett
Foto: Amaryllis Quartett
Alexandra Hengestebeck
Foto:DMW/Michael Haring.
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