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  • Bestellen     WER 6577 2, Erscheinungsdatum: 3. Mai 2010

     

    > Programm der CD         > Notiz zur Musik         > Lebenslauf


     

     

     

    1        

    Naturell

    02:24 

     

    Computermusik (2010)

     

     

     

     

     

    2

    Concent

    17:22

    für Streichquartett und Live-Elektronik (2006)  

     

     

     

    Helios Streichquartett

     

     

    3

    Lack

    16:49

    für Flöte, Klarinette und Live-Elektronik (2005)

     

    Angelika Bender, Flöte
    Thomas Löffler, Klarinette

     

    4

    Infrarot

    13:23

    für vier Schlagzeuger und Tonband (1999)

     

     

     

     

    Freiburger Schlagzeugensemble

     

     

     

    5

    Sepia

    10:44

     

    für Flöte, KLarinette, Violine, Violoncello, Klavier (2008) 

     

    Ensemble Phorminx

     

     

    6

    Aceton

    13:47

     

    für vier E-Gitarren und Live-Elektronik (2009)

     

     

     

     

    GoGuitars

     

     

     

     

    7

    Naturell

    03:47

     

    Computermusik (2010) 

     

     

     

     

     


     

    Zur Musik

     

    Die Werke, die Achim Bornhöft, von 1988 bis 1994 Kompositionsschüler von N. A. Huber und von Dirk Reith an der Folkwang-Hochschule Essen, für seine Porträt-CD ausgewählt hat, sind nicht bloß ihre akustischen Abbilder auf Tonträger. Das hier dem Silberling Anvertraute und aus den Lautsprechern Schallende hat Bornhöft für die Möglichkeiten und auch die Begrenzungen einer Stereo-CD adaptiert. Er hat vorausgelauscht, den medialen Hörraum schon während der Produktionsphasen antizipiert, hat Klangmischungen, räumliche wie zeitliche Proportionen der Originalpartituren modifiziert. Bornhöft hat sich die Situation „Compact Disc“ zu eigen gemacht. Niemals werden seine sechs Kompositionen, so wie sie uns dank der Technologie hier entgegen tönen, auch in einem Konzert zu hören sein. Und gerade deshalb bleibt ihre Authentizität, die im Abbild von ursprünglich anders Konzipiertem stets verloren geht, bewahrt. Musik auf Tonträger ist immer eine andere Musik als Musik im Konzert – nicht besser oder schlechter, nur eben anders. Solche veränderten, veränderbaren Situationen beschäftigen Achim Bornhöft sehr.

     

    Stefan Fricke


     

    Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     

    Achim Bornhöft (*1966) gewann noch vor seinem Kompositionsstudium an der Folkwang Hochschule in Essen den 1. Preis beim Forum junger Deutscher Komponisten. Weitere Auszeichnungen folgten mit dem 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Cooperativa Neue Musik (CNM), dem Felix-Mendelssohn-Bartholdy Förderpreis für das Streichquartett Nächte zwischen den Gezeiten, dem 1. Preis im Bundeshochschulwettbewerb Komposition für das Hornstück Ambito sowie dem Folkwang-Preis für Komposition 1993. Während des Studiums bei Nicolaus A. Huber und Dirk Reith begann seine Zusammenarbeit mit den Choreographen Olimpia Scardi (Cabotina), Stefan Hilterhaus (FLOOT) und Wanda Golonka (Gegnung). Gastspiele führten sie an verschiedene Theater in Deutschland und im europäischen Ausland. Nach dem Examen in Komposition über „Formen der Bildlichkeit“ ging er mit einem DAAD-Stipendium an das renommierte Computer Center for Research in Music and Acoustics (CCRMA) der Standford University, USA. Zwischen 1996 und 1999 ist Achim Bornhöft Dozent an der Universität Duisburg und an der Folkwang Hochschule in Essen. In den folgenden Jahren werden seine Kompositionen auf internationalen Festivals im In- und Ausland gespielt. Vortrags- und Konzertreisen führen in u.a. in die Mongolei und nach Kirgisien. In Zusammenarbeit mit dem Architekten und Bühnenbildner Ulrich Baumeister widmet sich Achim Bornhöft neben seiner Tätigkeit als Komponist auch choreographischen Bühnenwerken (Lumen B, Ellis Is., Thin as pain), in denen er die abstrakten Bildwelten seiner musikalischen Werke in die Realität eines visuellen Mediums transformiert. 1998 bekommt er das Kompositionsstipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks und realisiert mit eigenem Ensemble zwei abendfüllende Tanzproduktionen. 2001 ist er Stipendiat am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Im Jahr 2003 erhält er das Kunststipendium am Mummelsee für seine Skulptur Orplid: Spiegel und Schilf und gründet zusammen mit den Komponisten Ludger Brümmer und Michael Edwards den Musikverlag SUMTONE. Achim Bornhöft lebt in Tübingen, wo er von 2005 bis 2006 an der Eberhard-Karls-Universität Musikwissenschaft unterrichtete und über den Einfluss rekursiver Strukturen auf den Zeitparameter in der Neuen Musik promoviert. 2006 bekommt Achim Bornhöft ein Arbeitsstipendium am Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop und leitet seit dem Sommersemester desselben Jahres das Studio für Elektronische Musik am Mozarteum in Salzburg.




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